Unbezahlte Gesundheitsprämien erreichen neue Höhen

Unbezahlte Gesundheitsprämien erreichen neue Höhen
Unbezahlte Gesundheitsprämien erreichen neue Höhen
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Die Keulenschläge folgen aufeinander. Im Jahr 2023 stiegen die Krankenprämien im Durchschnitt um 6,6 %. In diesem Jahr betrug der Anstieg 8,7 %. Und für 2025 prognostizierte Comparis kürzlich einen Anstieg der Rechnungen um 6 %. Während die Löhne stagnieren, ist es kein Wunder, dass einige Versicherungsnehmer die Zunge herausstrecken. Auch bei den Abstimmungen am 9. Juni können sie sich zu dieser Frage äußern.

Im Bereich Schuldenabbau betreut die Organisation Dettes Conseils Suisse jedes Jahr Fälle von 5000 bis 6000 Schweizerinnen und Schweizern. Zusammen haben sie im Jahr 2023 rund 44 Millionen Franken an unbezahlten Krankenversicherungsbeiträgen angehäuft: ein Rekord. Im Vergleich zur Gesamtverschuldung der Haushalte hat sich der Anteil der Krankenversicherung in den letzten acht Jahren von 8 auf 15 % fast verdoppelt.

Laut Pascal Pfister, Generaldirektor der Entschuldungsbehörde, kommt es immer häufiger zu unbezahlten Schulden. „Schon jetzt sind die Prämien teurer geworden“, erklärt er. Andererseits hat die Nichtzahlung praktisch keine unmittelbaren Konsequenzen.“ Als Gegenbeispiel nennt der Basler die Miete: Wird diese nicht bezahlt, droht die Wohnungslosigkeit. Bei der Krankenversicherung ist dies nicht der Fall, da die Mitgliedschaft obligatorisch ist.

Mit wenigen Ausnahmen gilt: Je höher die Prämien in einem Kanton, desto höher sind die Schulden bei der Krankenversicherung. So auch im Kanton Basel-Stadt, wo die Prämienrückstände pro Anspruchsberechtigten 17’000 Franken betrugen. In Uri, wo die Prämien eher niedrig sind, lagen sie nur bei 3500 Franken.

In der Romandie geht es den Genfern mit einer durchschnittlichen Verschuldung von 14.311 Franken am schlechtesten, gefolgt von den Waadtländern (14.057 Franken) und den Wallisern (13.845 Franken). durchschnittlich weniger als fünfstellig (9’269 Franken), obwohl die Prämien des Kantons zu den höchsten in der Schweiz gehören.

Steuern bleiben Schulden Nummer 1

Jedes Jahr wenden sich mehrere tausend Schweizer Menschen in Not an die Organisation Dettes Conseils Suisse. Im Jahr 2023 nannten 60 % von ihnen Krankenversicherungsschulden. Lediglich unbezahlte Steuern bereiteten Menschen in Schwierigkeiten größere Sorgen (73 %). Fast die Hälfte der Nutzer des Dienstes verdient weniger als 4000 Franken pro Monat und ist unter 40 Jahre alt. Besonders stark vertreten sind Alleinerziehende.

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