Die Spiele der Zukunft in Russland, Putins Antwort an das IOC

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In der russischen Stadt Kasan werden in den kommenden Stunden die Spiele der Zukunft eröffnet, eine Mischung aus Sportdisziplinen und elektronischem Sport. Vom 21. Februar bis 3. März werden mindestens 2.000 Teilnehmer aus 100 Ländern zu Wettbewerben an 12 Standorten erwartet.

Das Spieleprogramm umfasst klassische Mannschaftssportarten wie Fußball, Hockey und Basketball, aber auch Technikdisziplinen, Roboterkämpfe und Drohnenrennen. Es gibt auch einen Platz für elektronischen Sport. Insgesamt gibt es 21 Disziplinen.

Es wird sogar ein Freundschaftsspiel mit ehemaligen Spielern der National League geben, darunter Pavel Datsyuk, Ilya Kovalchuk, Maxim Tandiogenov und Alexander Semin.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Treffen geplant sind, die physische und digitale Treffen kombinieren, was häufiger der Fall ist phygital. Die Athleten werden zunächst in einem Videospiel in den Bereichen Fußball, Hockey und Leichtathletik gegeneinander antreten, bevor sie dasselbe im echten Leben tun.

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Vom virtuellen Hockey bis zu den Spielen der Zukunft

Foto: Future Games-Website

Es ist nicht ganz richtig, die Spiele der Zukunft mit den Olympischen Spielen zu vergleichen. Wir positionieren uns als etwas Neues und erschließen neue Märktesagte der Schöpfer der Veranstaltung, Igor Stolyarov.

Ein Kommentar, der seltsamerweise einer Kampfansage an das Internationale Olympische Komitee (IOC) ähnelt.

Laut Stolyarov, der Fragen der russischen Tageszeitung beantwortete, scheint nichts die russischen Organisatoren aufzuhalten, die bereits die zweiten Spiele der Zukunft auf einem anderen Kontinent erleben Sport-Express.

Im Rahmen eines thematischen Forums in St. Petersburg diskutierten wir mit afrikanischen Partnern über die Spiele der Zukunft. Derzeit sind unter den Teilnehmern viel mehr Länder aus der westlichen Welt. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass auch die Spiele der Zukunft in Senegal stattfinden werden.

Den Gewinnern werden Stipendien im Gesamtwert von mehr als 30 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Eine weitere Nachricht an das große Haus von Lausanne. Vor allem, wenn wir das seit mehreren Jahren wissen CIO versucht mit allen Mitteln, die Weltspitze des elektronischen Sports zu verführen, um sie in die große olympische Familie einzuladen.

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Zukünftige Spiele in Russland

Foto: Future Games-Website

Auch die Russen wollen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Sie scheinen zu sagen CIO dass sie nicht mehrere Jahre brauchen, um die Spiele zu organisieren. Sie wurden zwar blitzschnell ins Leben gerufen, sind aber vor allem ein ausdrücklicher Wunsch des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Letzterer hat die Ausgrenzung seines Landes aus der internationalen Sportgesellschaft noch nicht verdaut.

Diese andere Salve von Igor Stolyarov, der das russische Know-how lobt, ist alles andere als trivial.

Uns wurde gesagt, dass die Russen in vielen Dingen gut seien. Wir wissen, wie man Raketen ins All schießt … Die Olympischen Spiele sind ein weniger komplizierter Prozess zu organisieren.

Wer nicht davon überzeugt ist, dass die Russen eine neue Front in der Welt des Sports eröffnen, sei darauf hingewiesen, dass die Athleten bei den Spielen der Zukunft keinen Anti-Doping-Kontrollen unterliegen werden. Darüber hinaus unterliegt der Wettbewerb seinen Teilnehmern keinerlei Einschränkungen und heißt alle willkommen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Nationalität.

Herr Putin hebt seinen rechten Zeigefinger, während er seinen Gesprächspartner ansieht.

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Der russische Präsident Wladimir Putin und IOC-Präsident Thomas Bach

Foto: Getty Images / Pool

Mit diesen Spielen möchte der Herr des Kremls eine ganz klare Botschaft an den Präsidenten des Kremls senden CIOThomas Bach und die olympische Familie, oder dass die Russen sehr gut ohne sie auskommen.

Und seine Provokation hört hier nicht auf. Wir erfahren, dass es die junge russische Eiskunstläuferin Kamila Valieva ist, die wegen Dopings für vier Jahre gesperrt ist und Ehrengast der Eröffnungsfeier am Mittwoch sein wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Russen damit drohen, eigene Spiele zu veranstalten und die olympische Familie zu verlassen. Im nächsten Juni werden die BRICS-Spiele in derselben Stadt wie Kasan stattfinden. Mit dabei sind Sportler aus Ländern wie China, Brasilien, Südafrika, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Einen Monat vor den Olympischen Spielen in Paris wurde die CIO hätte Grund zur Sorge.

Wie viele andere Länder, die Menschenrechten und Ethik wenig Beachtung schenken, nutzen Russland und einige seiner Partner, wie etwa China, den Sport, um eine Legitimität zurückzugewinnen, die sie auf der internationalen Bühne verloren haben. Es ist daher kein Zufall, dass Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping im Jahr 2023 eine Kooperationsvereinbarung zur Durchführung der Spiele der Zukunft angekündigt haben.

Gleichzeitig senden die Organisatoren eine direkte Botschaft an diejenigen, die Russen aus der Welt des Sports verbannt haben. Das Maskottchen ist Mira, ein Feuervogel. Ein Phönix, der jedes Mal aus seiner Asche wiedergeboren wird.

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