Der Brüsseler Klub beruft sich auf Ohnmacht, die endgültige Entscheidung wird bald bekannt sein

Der Brüsseler Klub beruft sich auf Ohnmacht, die endgültige Entscheidung wird bald bekannt sein
Der Brüsseler Klub beruft sich auf Ohnmacht, die endgültige Entscheidung wird bald bekannt sein
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Anderlecht und die Bundesanwaltschaft des Belgischen Fußballverbandes debattierten am Dienstag im Berufungsverfahren vor dem Disziplinarrat über die Verantwortung der Vereine im Falle von Überschreitungen durch Fans.

Der Brüsseler Klub hat gegen ein Spiel hinter verschlossenen Türen Berufung eingelegt, das in erster Instanz nach den Ereignissen des Clasico am 7. Dezember im Achtelfinale des belgischen Pokals verübt worden war. Beide Lager der Unterstützer waren ausgerutscht und hatten Stühle und pyrotechnische Geräte geworfen. Anderlecht glaubt jedoch, alles getan zu haben, um diese Auswüchse zu vermeiden. Die Bundesanwaltschaft verweist auf die Regelung.

Anderlecht wollte während der Debatten einen neuen Ansatz erzwingen. Der Brüsseler Club akzeptierte die geschlossene Sitzung nicht. Die Anwälte Gregory Ernes und Sheena Belmans wandten sich gegen den sogenannten Gefährdungshaftungsgrundsatz, nach dem Vereine für das Fehlverhalten ihrer Fans verantwortlich sind.

Die derzeitige Vorgehensweise mit Sanktionen gegen Vereine ist laut Anwälten nicht wirksam, um das Verhalten der Fans zu ändern. Ihnen zufolge fördern Spiele hinter verschlossenen Türen aufgrund der angesammelten Frustration Gewalt. „Die Vereine können nicht alle Maßnahmen ergreifen“, betonte Belmans.

Gregory Ernes argumentierte, dass die Bundesanwaltschaft keine ausreichenden Ermittlungen durchgeführt habe: „Selbst fünf Monate nach dem Datum der Ereignisse ist die Akte nicht vollständig.“

Der Bundesanwaltschaft blieb nichts anderes übrig, als auf die von allen Vereinen unterzeichnete Bundesordnung zu verweisen. Er bittet um Bestätigung der Entscheidung des Disziplinarausschusses, die ebenfalls ein Bußgeld von 7.500 Euro vorsieht. Die Entscheidung wird schnellstmöglich getroffen.

Die beiden Klubs hatten sich inzwischen darauf geeinigt, ihre Auswärtsfans zumindest bis zum Ende der Saison 2024/2025 nicht mehr in ihre jeweiligen Begegnungen zuzulassen.

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