Adler ändern Flugroute, um Krieg in der Ukraine zu vermeiden

Adler ändern Flugroute, um Krieg in der Ukraine zu vermeiden
Adler ändern Flugroute, um Krieg in der Ukraine zu vermeiden
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Lesezeit: 2 Minuten – Aufgedeckt auf The Guardian

Kriege haben erhebliche Auswirkungen auf Fauna und Flora, die oft unterschätzt werden. Eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht wurde, liefert einen weiteren Beweis: Aufgrund des Krieges in der Ukraine haben Adler ihre Flugroute geändert, um Kampfgebiete zu meiden.

Wissenschaftler haben die Migrationsroute von neunzehn großen Schelladlern analysiert, die normalerweise gezwungen sind, die Ukraine zu durchqueren, um zu ihren Brutgebieten im Süden Weißrusslands zu gelangen. Die Analysen wurden im März und April 2022 (einige Wochen nach Beginn der russischen Invasion) durchgeführt und die Ergebnisse mit den Flugbahnen von 65 Wanderungen ähnlicher Exemplare zwischen 2018 und 2021 verglichen.

Dadurch legten die Adler nach Beginn der Invasion durchschnittlich 85 Kilometer zusätzlich zurück, einer von ihnen sogar bis zu 96 Kilometer mehr. Insgesamt dauerte ihre Reise 55 Stunden länger, da die Männchen eine geringere Fluggeschwindigkeit hatten als vor dem Krieg. Und das ist nicht alles! Normalerweise machten 90 % der Adler einen Zwischenstopp in der Ukraine, um sich auszuruhen. Nach März 2022 taten dies nur noch 32 % dieser Vögel, und einige Standorte wurden vollständig gemieden, insbesondere dort, wo es zu erheblichen militärischen Aktivitäten kam.

Müdigkeit und Fortpflanzung

Wie Sie sich vorstellen können, kann die zusätzliche kilometerlange Dauerreise ohne Rastplatz für diese Greifvögel nicht ohne Folgen bleiben. Es ist, als ob man einen Marathon laufen müsste und wenn man es fast geschafft hätte, hätte man noch zehn Kilometer Zeit, ohne einen Tropfen Wasser zu laufen.

Die Studie zeigt sogar, dass es die am stärksten gefährdeten Adler waren, die am längsten brauchten, um ihre Brutplätze zu erreichen, was sie zu einem erheblichen Energieaufwand zwang. Ein Stress, den die Adler bei ihrer Ankunft verdauen müssen: Forschern zufolge besteht die Gefahr, dass sie ihre Fortpflanzung verzögern müssen, um sich von dieser gefährlichen Reise auszuruhen und zu erholen.

Diese Verzögerung könnte sich für ihren Nachwuchs als gefährlich erweisen, erklärt der Guardian. Die Überlebenschancen der Jungtiere könnten sich tatsächlich verringern, da nach dem Schlüpfen der Eier die Beute und damit die Nahrung möglicherweise in geringerer Menge zur Verfügung stehen.

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