Wirst du Belgien-Rumänien in Köln sehen? Dies ist unser ultimativer Leitfaden für alle belgischen Fans

Wirst du Belgien-Rumänien in Köln sehen? Dies ist unser ultimativer Leitfaden für alle belgischen Fans
Wirst du Belgien-Rumänien in Köln sehen? Dies ist unser ultimativer Leitfaden für alle belgischen Fans
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Mit mehr als einer Million Einwohnern ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands. Die multikulturelle Gastgeberstadt ist sowohl bei den Belgiern (70 km) als auch bei den Niederländern (65 km) ein Publikumsliebling. Die deutsche Metropole hat eine reiche Geschichte und ist bekannt für ihr kulturelles Leben, vielfältige Museen und vielfältige Gastronomie. Der Kölner Karneval und die alljährlichen Weihnachtsmärkte sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Rhein, der sich durch die Stadt schlängelt, erfüllt auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Stadt im Zweiten Weltkrieg unter Beschuss stand. Trotz des schrecklichen Chaos im Jahr 1945 zeigte Köln eine beispiellose Widerstandskraft. Beim raschen Wiederaufbau der Stadt blieb der bescheidene Stil der 1950er Jahre weitgehend erhalten. Dennoch tat die Stadt ihr Bestes, um authentische Details zu bewahren, Gebäude zu restaurieren und das Straßenbild wiederherzustellen. Das autofreie Zentrum von Köln sieht jetzt sehr angenehm aus, mit vielen Terrassen, Geschäften und Restaurants.

Wie komme ich nach Köln?

Mit dem Auto: Obwohl die EM-Organisation dringend davon abrät, werden viele belgische Fans aufgrund der kurzen Distanz mit dem Auto nach Köln reisen. Von Brüssel aus erreicht man die deutsche Stadt in knapp 2,5 Stunden, Staus natürlich nicht mitgerechnet. Das Parken rund um das RheinEnergie-Stadion ist nicht einfach und nur mit vorheriger Reservierung möglich.

Mit der Bahn: Die Stadt verfügt über gleich drei internationale Bahnhöfe: Köln Hauptbahnhof (linkes Rheinufer), Bahnhof Köln Messe/Deutz (rechtes Rheinufer) und Köln/Bonn Flughafen (der unterirdische Flughafenbahnhof). Von Brüssel Süd aus können Sie bequem den ICE-Zug nehmen und in weniger als 2 Stunden am Kölner Hauptbahnhof ankommen.

In der Stadt selbst kommt man mit der Stadtbahn, dem 285 Kilometer langen Stadtbahnnetz, im Handumdrehen überall hin.

Tipp: Köln bietet während des gesamten Turniers eine kostenlose Personenfähre über den Rhein zwischen der Altstadt (linkes Ufer) und Köln-Deutz (rechtes Ufer) an. Ideal für den Wechsel zwischen den Fanzonen.

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Während des gesamten Turniers stellt Köln eine kostenlose Personenfähre über den Rhein zwischen der Altstadt und Köln-Deutz zur Verfügung. — © NurPhoto über Getty Images

Wohin soll ich gehen, um EM-Atmosphäre zu erleben?

Wer Fußball-Atmosphäre erleben möchte, sollte während der Europameisterschaft den Heumarkt in der Altstadt besuchen. Sie finden mehrere Bildschirme, verschiedene Aktivitäten, DJ-Sets sowie Getränke- und Essensstände.

Alle Spiele können Sie auch auf drei Großbildschirmen auf dem großen Veranstaltungsgelände Tanzbrunnen am Reinufer verfolgen. Erwarten Sie Live-Musik und eine vielseitige Atmosphäre mit Blick auf den berühmten Kölner Dom.

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Die Fanzone am Heumarkt in der Altstadt. — © NurPhoto über Getty Images

Die Fanzone am Tanzbrunnen am Rheinufer. — © UEFA via Getty Images

Was sollte ich über das Stadion wissen?

RheinEnergieStadion

Heimat des 1. FC Köln

Kapazität: 43.000

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: 30 Minuten zur Fanzone, 30 Minuten zum Bahnhof

Für ihr zweites Gruppenspiel begeben sich die Red Devils ins legendäre RheinEnergie-Stadion, eine kurze Reise für die belgischen Fans. Mit 43.000 Sitzplätzen ist es zudem das kleinste EM-Stadion. Bei Tedesco weckt schon das Dekor gute Erinnerungen: Im März 2023 gewann der Bundestrainer sein zweites Länderspiel gegen Deutschland mit 2:3.

Das RheinEnergieStadion blickt auf eine reiche Geschichte zurück und wurde an gleicher Stelle dreimal umgebaut. Die erste Umgestaltung des ursprünglichen Müngersdorfer Stadions von 1923 erfolgte für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974, verzögerte sich jedoch aufgrund der hohen Baukosten. Die Stadt Köln entschied sich schließlich, auf den WM-Standort zu verzichten und baute ein komplett neues Stadion. Für die Weltmeisterschaft 2006 folgte eine neue Metamorphose, da das alte Stadion nicht mehr den FIFA-Regeln entsprach. Kosten: 119 Millionen Euro. Neben Fußballspielen finden manchmal auch American-Football- und Eishockeyspiele statt. Auch große Namen wie Pink, die Rolling Stones und Pink Floyd sind dort aufgetreten.

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Die Ruhe vor dem Sturm im RheinEnergieStadion — © Getty Images

Was sind die lokalen Spezialitäten?

Ob auf einer Sommerterrasse oder in einer der vielen Brauereikneipen der Stadt, an Kölsch kommt man in Köln nicht vorbei. Das örtliche Bier ist das einzige seiner Art geschützt und darf nur innerhalb der Stadtgrenzen gebraut werden. Jede örtliche Brauerei hat ihr eigenes, einzigartiges Rezept, orientiert sich aber strikt an dem deutschen Reinheitsgebot von 1516. Typisch für das Kölsch ist die Obergärung, der leichte Geschmack, die goldene Farbe und der Alkoholgehalt von 4,8 Prozent. Mit einem Marktanteil von 90 (!) Prozent ist das Bier das mit Abstand meistgetrunkene Bier in Köln. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Kölschsorten, wobei Reissdorf, Gaffel und Früh am beliebtesten sind.

Das Bier wird traditionell in kleinen Gläsern von (knapp) 20 Zentilitern serviert. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in Köln sind die Köbes oder ortsansässigen Kellner. Man erkennt sie an ihrem typischen blauen Outfit und dem handlichen Kölsch-Kranz, in den mindestens 10 Gläser passen. Achtung: Sobald Ihr Glas leer ist, schenkt Ihnen Köbes automatisch ein neues. Hast du wirklich genug? Stellen Sie dann Ihren Bierdeckel auf Ihr Glas. Wir haben Sie gewarnt.

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Die Köbes liefern das heimische Bier im Kölsch-Kranz, in den genau 10 Gläser passen. — © © Frankfurt GmbH

Köln ist auch für seine einzigartige Gastronomie bekannt. Einige rheinische Spezialitäten sind: Kölsch Kaviar (geräucherte schwarze Kutteln mit Zwiebelringen), Bockwurst (eine würzige Wurst serviert mit Roggenbrot), Hömmchen (Schweineschinken mit Sauerkraut), Himmel und Äd (gekochte Äpfel und Kartoffeln mit schwarzen Kutteln) und Decke Bunn mit Speck (Bohnen mit Soße und Speck).

Was gibt es sonst noch zu erleben?

Der Kölner Dom

Er thront hoch über der Skyline der Stadt: der Kölner Dom. Der 157 Meter hohe Dom ist eines der wenigen Baudenkmäler, die den Krieg überstanden haben. Teile davon stammen aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist es Deutschlands größte Touristenattraktion: Täglich besuchen rund 20.000 Besucher. Die Reliquien der Heiligen Drei Könige und die reiche Schatzkammer machen den Dom zu einem beliebten Wallfahrtsort.

Besonders hervorzuheben sind einige sehr alte Buntglasfenster sowie die unzähligen Zinnen und Spitzbögen. Erklimmen Sie die 509 Stufen des Südturms und lassen Sie Ihren Blick weit über die Stadtgrenzen hinaus schweifen. Wussten Sie, dass es in Köln nicht weniger als 12 romanische Kirchen gibt? Sie wurden alle zwischen 1000 und 1200 erbaut und sind damit noch älter als der Dom.

Tipp: Möchten Sie etwas weniger Touristisches? Dann haben Sie auch vom Dach des 103 Meter hohen Kölner Dreiecks einen fantastischen Blick auf den Dom.

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Der Kölner Dom. — © UEFA via Getty Images

Altstadt

Der mittelalterliche Stadtkern war einst der größte in ganz Deutschland, doch nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg konnte aus Geldmangel nur ein kleiner Teil wiederhergestellt werden. Der Fischmarkt mit seinen farbenfrohen Stapelhäusern und die jahrhundertealte Groß-St.-Martins-Kirche bilden das pulsierende Herz der Altstadt.

Heute ist die Innenstadt mit ihren engen Gassen, vielen Cafés und Restaurants und der Rheinpromenade eine Touristenattraktion. Auf der anderen Seite der Altstadt finden Sie den miteinander verbundenen Heumarkt und den Alten Markt. Das gotische Rathaus, Deutschlands ältestes Rathaus, fällt mit seinen über 100 Steinstatuen historischer Persönlichkeiten unweigerlich ins Auge.

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Der Fischmarkt mit seinen bunten Stapelhäusern. — © Bildagentur-online/Universal Das gibt es

Belgische Viertel

Ein leichtes Heimweh nach Hause? Rund um den Brüsseler Platz liegt das Belgiës Viertel, der „belgische“ Stadtteil von Köln. Die Straßennamen klingen hier wie Antwerpener Straße, Flandrijke Straße und Brüsseler Straße. Es ist ein Ort, an dem nicht große Ketten das Straßenbild dominieren, sondern an dem Sie die örtlichen Geschäfte erkunden können. Angesagte Mode, Kunst und Street Art stehen im Mittelpunkt.

Zahlreiche Museen

Durch Stadterneuerungsprojekte entstehen manchmal bemerkenswerte Stadtteile. Der Rehinauhafen ist ein solcher Ort, der teilweise auf alten Traditionen basiert. Das ursprüngliche Hafengelände wurde in einen angesagten Treffpunkt verwandelt, in dem sich auch zwei Museen befinden: das Deutsche Sport- und Olympiamuseum und das Schokoladenmuseum.

Neben den notwendigen Kunstmuseen gibt es in Köln auch Museen zu den unterschiedlichsten Themen. Das Ludwig Museum (moderne Kunst), das Parfümhaus 4711 (mit Eau de Cologne), die Privatsammlung von Michael Schumacher, … sind nur einige Beispiele.

Kölner Zoo

Wenn Sie etwas anderes als Kirchen und Museen wollen, gibt es den Kölner Zoo. Der große Zoo beherbergt mehr als 10.000 Tiere und ist vor allem für seine Affen und Halbaffen sowie sein großes Elefantengebiet bekannt. Das Aquarium befindet sich neben dem Zoo. Sie finden unter anderem ein Riffaquarium, das Rheinpanorama (Fische aus dem Rhein) und Krokodile. Hinter dem Zoo und dem Aquarium befindet sich der frei zugängliche Botanische Garten mit zwei großen Tropenhäusern.

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