Roche: Im ersten Quartal weiterhin rückläufig

Roche: Im ersten Quartal weiterhin rückläufig
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Wechselkursbereinigt rechnet der rheinische Multi mit einem Wachstum von 2 % und erneuert seinen Fahrplan für das gesamte Geschäftsjahr. Die Aktion sank um 3,3 %.

Roche litt im ersten Quartal erneut unter einer endgültigen Vergleichsbasis, die von inzwischen weggefallenen Covid-19-Umsätzen geprägt war. Angesichts des starken Frankens und der Konkurrenz durch Generika und Biosimilars will der Rheinriese seine Forschungs- und Entwicklungsressourcen nur auf die vielversprechendsten Produkte konzentrieren.

Der Quartalsumsatz des Pharma- und Diagnostika-Giganten sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Prozent auf 14,40 Milliarden Franken. Der von Wechselkurseffekten befreite Rhein-Multi rechnet mit einem Wachstum von 2 % und erneuert seinen Fahrplan für das gesamte Geschäftsjahr. Ohne den Covid-19-Effekt hätte das gleiche Wachstum 7 % erreicht.

Der auf die Normalisierung der Gesundheitssituation zurückzuführende Fehlbetrag belief sich auf rund 700 Millionen. Dieses komparative Handicap wird ab dem laufenden Quartal verschwinden, da Roche ab dem zweiten Halbjahr 2023 keine nennenswerten Covid-19-Umsätze mehr verzeichnet hat.

Der Fehlbetrag bei Generika und Biosimilars belief sich auf rund 400 Millionen und dürfte im gesamten Geschäftsjahr noch bei 1,6 Milliarden liegen.

Generalisierte Kontraktion

Nach Geschäftsbereichen sank der Beitrag des Kerngeschäfts Pharma um 5,9 % auf 10,92 Milliarden und der von Diagnostics um 6,4 % auf 3,48 Milliarden, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht. Der Umsatz mit Covid-19-Tests wurde um das Dreifache auf rund 100 Millionen geteilt.

Die Umsatzentwicklung untergräbt die Erwartungen der von der Agentur AWP konsultierten Analysten. Der Umsatz mit Medikamenten wurde im Schnitt auf 14,55 Milliarden geschätzt, der mit Screening-Geräten auf 3,56 Milliarden.

Um den Grundstein für eine neue Normalität nach den Covid-19-Jahren zu legen, muss das laufende Geschäftsjahr noch die Rückkehr des Wachstums ohne Währungseffekte markieren, das auf 5 % geschätzt wird. Der Betriebsüberschuss muss einer ähnlichen Kurve folgen und die Aktionäre können mit einer schrittweisen und kontinuierlichen Erhöhung ihrer Vergütung rechnen.

Das Management schlägt einen umfassenden Plan zur Rationalisierung der Prozesse und Struktur der Gruppe vor. Ziel sei es, sich auf die vielversprechendsten experimentellen Produkte zu konzentrieren, erklärte CEO Thomas Schinecker in einer Pressekonferenz. Die Zahl der in Entwicklung befindlichen Projekte konnte seit dem dritten Quartal 2023 bereits um 20 % reduziert werden.

Solide Grundlagen

Analysten begrüßen eine ehrenvolle Leistung, wenn alle als nicht wiederkehrend geltenden behindernden Faktoren beseitigt sind. Stefan Schneider von Vontobel stellt jedoch fest, dass die neuen Wachstumssäulen Ocrevus, Hemlibra und Tecentriq die Erwartungen nicht erfüllt haben.

Bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) geht Marcel Brand davon aus, dass das erste Quartal das schlechteste des Geschäftsjahres 2024 gewesen sein wird. Besonders erfreut ist der Experte über das anhaltende Umsatzwachstum von Vabysmo, dem neuen eisernen Speerspitze der Gruppe im Augenheilkunde-Franchise.

Roche wurde von Anlegern an der Schweizer Börse hart abgestraft. Der Genussgutschein beendete die Sitzung deutlich mit einem Minus von 3,3 % auf 222,20 Franken und drückte damit den Leitindex SMI um 0,86 % nach unten.

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