Fußball: Was ist nach dem „Bosman-Urteil“ die „Lassana-Diarra-Affäre“, die die Transferregeln durcheinander bringen könnte?

Fußball: Was ist nach dem „Bosman-Urteil“ die „Lassana-Diarra-Affäre“, die die Transferregeln durcheinander bringen könnte?
Fußball: Was ist nach dem „Bosman-Urteil“ die „Lassana-Diarra-Affäre“, die die Transferregeln durcheinander bringen könnte?
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Der Gerichtshof der Europäischen Union könnte die Regeln für Überweisungen ändern.

Der erste Generalanwalt des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) kam in einem am Dienstag, dem 30. April, veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass die Transferregeln der FIFA im Widerspruch zu den Wettbewerbsregeln und der Personenfreizügigkeit stehen könnten. Wenn der EuGH, dessen Entscheidung Ende des Sommers nach den Gerichtsferien erwartet wird, diesen Schlussfolgerungen in der sogenannten „Affäre um Lassana Diarra“ folgen würde, insbesondere um den ehemaligen Spieler von Real Madrid, könnte er das Transfersystem wie währenddessen grundlegend ändern Die Bosman-Affäre im Jahr 1995.

Tatsächlich könnten Spieler, wenn sie eines Tages an der Seitenlinie stehen, ihren Vertrag mit einem Verein kündigen, ohne befürchten zu müssen, eine Abfindung zahlen zu müssen und danach rechtlich festsitzen zu müssen.

Diese Affäre hat dazu geführt, dass Diarra, ein ehemaliger französischer Nationalspieler mit 34 Länderspielen, zehn Jahre lang gegen einen seiner ehemaligen Vereine, Lokomotive Moskau, antritt. Die russische Mannschaft kündigte den Vertrag des Spielers vor Ablauf und verlangte von ihm auf Grundlage der FIFA-Bestimmungen eine Entschädigung in Höhe von 20 Millionen Euro. Der Verein ging davon aus, dass der Franzose, der eine „ungerechtfertigte“ Gehaltskürzung beanstandete, sich geweigert hatte, den besagten Vertrag auszuführen. Diese Entschädigungsforderung hielt dann andere Vereine, insbesondere Charleroi in Belgien, davon ab, den Spieler zu verpflichten, der schließlich ein Jahr später bei Olympique de Marseille neu startete.

Lassana Diarra, der eine Entschädigung von sechs Millionen Euro verlangt, weil er 2014 aufgrund der Fifa-Transferregeln am Spielbetrieb gehindert wurde, wird insbesondere vom Belgier Jean-Louis Dupont verteidigt. Er ist einer der Anwälte hinter dem „Bosman-Urteil“, das 1995 die Quoten für ausländische Spieler in Vereinen abschaffte und damit den Transfermarkt in Europa liberalisierte.

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