Westindische Inseln: 1,8 Tonnen Kokain auf einem Boot in Saint-Martin beschlagnahmt

Westindische Inseln: 1,8 Tonnen Kokain auf einem Boot in Saint-Martin beschlagnahmt
Westindische Inseln: 1,8 Tonnen Kokain auf einem Boot in Saint-Martin beschlagnahmt
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Insgesamt 1,8 Tonnen Kokain wurden am Dienstag auf einem Außenbordboot vor der Insel Saint-Martin in Französisch-Westindien beschlagnahmt, wie AFP am Mittwoch aus mit der Angelegenheit vertrauten Quellen erfuhr.

Die Beschlagnahme ereignete sich am späten Dienstagnachmittag, als dieses Boot ohne Namen oder Registrierung gerade an einem Ponton in der Stadt Marigot im französischen Teil der Insel festgemacht hatte, berichtete eine dieser Quellen.

Sobald dieses „Zigaretten“-Boot, ein sehr leistungsstarkes Boot, das bei Drogenhändlern beliebt ist, festgemacht hatte, seien seine Insassen „sofort“ geflohen, fügte diese Quelle hinzu. Sie konnten derzeit nicht gefunden werden.

Im Inneren des Bootes hätten örtliche Gendarmen „mehrere Dutzend Ballen“ Kokain mit einem Gesamtgewicht von 1,8 Tonnen gefunden, hieß es aus dieser Quelle.

Aktuelle Forschung

Die Staatsanwaltschaft Basse-Terre (Guadeloupe) beauftragte die Ofast-Zweigstelle in Saint-Martin mit den Ermittlungen. Die Forschung werde weiterhin „die Fluchtwege identifizieren, die von Menschenhändlern genutzt werden“, heißt es in dieser Quelle weiter.

Im Jahr 2022 wurden dem jüngsten Bericht der Behörden zufolge 27,7 Tonnen Kokain abgefangen, ein Anstieg von 5 % im Vergleich zu 2021, eine Zahl, die sich innerhalb von 10 Jahren verfünffacht hat.

Der Seetransport ist mit 75,4 % der beschlagnahmten Mengen bzw. 16,3 Tonnen das wichtigste Einfallstor für Kokain in Frankreich.

Mehr als die Hälfte (55 %) des im Jahr 2022 beschlagnahmten weißen Pulvers stammte von den Antillen und Guyana, einer Transitzone, bevor es auf dem französischen Festland ankam.

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