Massive Abholzung in Kamerun: ein dringender Aufruf zu internationalem Handeln

Massive Abholzung in Kamerun: ein dringender Aufruf zu internationalem Handeln
Massive Abholzung in Kamerun: ein dringender Aufruf zu internationalem Handeln
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Der von prominenten Persönlichkeiten wie Samuel Nguiffo vom Zentrum für Umwelt und Entwicklung (CED) und Stella Tchoukep von Greenpeace Africa unterzeichnete Brief prangert die großflächige Abholzung von Wäldern für agroindustrielle Plantagen und den illegalen Holzeinschlag an, der in Kamerun weit verbreitet ist. Es verdeutlicht die Verletzung der Menschenrechte lokaler Gemeinschaften und indigener Völker als Folge schlechter Regierungsführung auf nationaler und internationaler Ebene.

Die im Brief vorgelegten Zahlen sind alarmierend. Im Schlüsselgebiet Campo Ma’an sind rund 60.000 Hektar Wald bedroht, insbesondere durch industrielle Palmölplantagen. Auch der Ébo-Wald, der eine außergewöhnliche Artenvielfalt beherbergt, ist trotz nationaler und internationaler Proteste durch illegalen Holzeinschlag bedroht. Die Folgen sind nicht nur für die Umwelt verheerend, sondern auch für die lokalen Gemeinschaften, deren Lebensunterhalt und Kultur auf diese Wälder angewiesen sind.

Ein Aufruf zum internationalen Handeln

Angesichts dieser Krise fordern die Unterzeichner des Briefes Regierungen und internationale Institutionen auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen. Sie fordern, dass internationale Verpflichtungen zur Bekämpfung der Entwaldung und zum Schutz der Menschenrechte respektiert werden und dass Finanzen und Handel nicht zu illegalen Operationen beitragen.

Der Artikel beleuchtet auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Entwaldung für Kamerun und warnt vor den möglichen Auswirkungen auf den Handel mit der EU und anderen Märkten. Die Verschlechterung des Images des Landes im Hinblick auf den Umweltschutz könnte die Bemühungen zur Unterstützung von Kleinbauern und zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und Qualität der landwirtschaftlichen Produktion, insbesondere von Kakao, einem der wichtigsten Exportgüter Kameruns, gefährden.

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Der offene Brief unterstreicht die dringende Notwendigkeit konzertierter Maßnahmen, um der Entwaldung und Menschenrechtsverletzungen in Kamerun Einhalt zu gebieten. Es fordert internationale Solidarität und eine sofortige Reaktion der betroffenen Regierungen und Institutionen. Die Zukunft der Wälder Kameruns und seiner lokalen Gemeinschaften hängt vom politischen Willen und kollektiven Maßnahmen zur Erhaltung dieser wertvollen Ökosysteme ab.

Boris Ngounou

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