Erholung der Inflation im April

Erholung der Inflation im April
Erholung der Inflation im April
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Der Preisanstieg lag im April gegenüber dem Vorjahr bei 1,4 Prozent, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervorgeht. Die Inflation hatte sich im März auf 1,0 % verlangsamt. Im Februar stieg sie um 1,2 %, im Januar um 1,3 % und im Dezember um 1,7 %.

Auf Monatsbasis stiegen die Preise um 0,3 %, gibt das OFS in seiner Pressemitteilung an.

Von der Agentur AWP befragte Ökonomen erwarteten auf Jahresbasis eine niedrigere Inflation, ihre Prognosen lagen zwischen 1,0 % und 1,2 %. Die monatliche Schwankung wurde zwischen +0,1 und +0,2 % erwartet.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) lag im April bei 107,4 Punkten. Das zugrunde liegende Inflationsbarometer – bereinigt um frische und saisonale Produkte, Energie und Kraftstoffe – erreichte 105,2 Punkte oder +1,2 % auf Jahressicht bzw. +0,4 % im Vergleich zum März.

Teurere einheimische Produkte

Die Preise einheimischer Produkte stützten die Inflation über ein Jahr hinweg deutlich und stiegen um 2,0 % (+0,1 % im Monatsvergleich). Für importierte Produkte sanken die Preise innerhalb von zwölf Monaten um 0,4 % und stiegen im Monatsvergleich um 1,1 %.

Ende März senkte die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Inflationsprognosen für 2024 von zuvor 1,9 % auf 1,4 %. Diese Aussichten veranlassten das emittierende Institut, seinen Leitzins auf 1,5 % zu senken, gegenüber 1,75 % zuvor, und brach damit mit dem seit September 2023 beobachteten monetären Status quo, was zur großen Überraschung der Mehrheit der Beobachter führte.

Es wird erwartet, dass der Preisverfall auch im nächsten Jahr anhält. Auch die SNB korrigierte ihre Schätzungen für 2025 nach unten und prognostizierte eine Inflation von 1,2 %, verglichen mit 1,6 % in der vorherigen Lesung. Für 2026 erwarten die Notenbanker einen Zinssatz von 1,1 %.

Die Erholung der Inflation im April ist größtenteils auf Nahrungsmittel und Kraftstoffe zurückzuführen, volatile Komponenten des Verbraucherpreisindex, bemerkt der Ökonom Adrian Prettejohn von Capital Economics. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen bestärken den Spezialisten in seiner Überzeugung, dass die SNB im Juni keine weitere Zinssenkung durchführen wird. Eine Lockerung – um 50 Basispunkte – dürfte später im Jahr erfolgen, da der zugrunde liegende Inflationsdruck niedrig bleibt, prognostiziert Herr Prettejohn.

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