Die NASA verzögert die erste bemannte Mission des Boeing Starliner zur ISS

Die NASA verzögert die erste bemannte Mission des Boeing Starliner zur ISS
Die NASA verzögert die erste bemannte Mission des Boeing Starliner zur ISS
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Die NASA und die United Launch Alliance (ULA) haben den Start der Boeing Starliner-Raumsonde aufgrund von Sicherheitsbedenken verzögert, als sich Astronauten an Bord der Kapsel befanden und zum Start zur Internationalen Raumstation (ISS) bereit waren.

ULA, ein von Boeing und Lockheed Martin betriebenes Raumfahrtunternehmen, bestätigte, dass ein Problem mit einem Teil der Trägerrakete Centaur aufgetreten sei, und die Mission wurde aus „großer Vorsicht“ etwa zwei Stunden vor dem Start abgebrochen.

„Wir haben den Startversuch des Crew Flight Test (CFT) heute aufgrund einer Beobachtung an einem selbstregulierenden Magnetventil für flüssigen Sauerstoff auf der Centaur-Oberstufe abgebrochen“, sagte ULA in einer Erklärung.

Das Unternehmen sagte, dass das Team zusätzliche Zeit benötige, um eine vollständige Bewertung abzuschließen, und plant, den nächsten Startversuch frühestens am 10. Mai 2024 durchzuführen.

Gegen 02:00 Uhr bestätigte die NASA in den sozialen Medien, dass der Start vom Space Launch Complex 41 in Cape Canaveral, Florida, verschoben worden sei.

„Der heutige #Starliner-Start wird storniert, da die Teams ein Sauerstoffentlastungsventil auf der Centaur-Bühne der Atlas V prüfen. Unsere Astronauten haben Starliner verlassen und kehren in die Mannschaftsquartiere zurück“, schrieb die NASA.

ULA fügte in einem separaten Beitrag hinzu: „ULA-Startdirektor Tom Heter III hat gegenüber dem Startteam die Entscheidung getroffen, dass der Startbetrieb für #AtlasV und #Starliner heute Abend nicht fortgesetzt wird.“

Die Atlas-V-Rakete sollte das Boeing-Raumschiff Crew Space Transportation (CST)-100 Starliner mit zwei NASA-Astronauten, Barry „Butch“ Wilmore und Sunita „Suni“ Williams, an Bord starten.

Beim ersten bemannten Start von CFT soll sich die Raumsonde Starliner von Atlas V trennen und dann mit ihren eigenen Triebwerken zur ISS gelangen.

Boeings Starliner hatte bereits im Mai 2022 an der Raumstation angedockt, wurde jedoch abgekoppelt.

Bei der Mission kam es bereits zu Verzögerungen, darunter auch zu einer gescheiterten Mission im Dezember 2019, als ein Uhrproblem dazu führte, dass das Raumschiff seine geplante Umlaufbahn verfehlte.

ULA hat seit seiner Gründung mehr als 155 Missionen gestartet.

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