DRAM- und NAND-Preise steigen noch stärker als erwartet?

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TrendForce setzte die Trendwende Ende 2023 fort und gab bereits im Januar den Ton für das neue Jahr vor. Leider stellte sich heraus, dass der Analyst etwas zu optimistisch war und da in der Zwischenzeit nichts wirklich geklappt hat, musste eine neue Prophezeiung erfüllt werden, und diese werden wir noch weniger zu schätzen wissen! Tatsächlich müssen wir uns jetzt mental darauf einstellen, immer mehr zahlen zu müssen, denn in den kommenden Monaten dürfte sich leider keine Besserung ergeben. Zu dieser Schlussfolgerung wird jedenfalls angesichts der neuen Prognosen von TrendForce zu Preissteigerungen für NAND und DRAM jeder kommen.

Wofür ? Der erste Faktor wäre das berühmte Erdbeben in Taiwan gewesen. Auch wenn TSMC nicht allzu sehr gelitten hat und der Analyst seinerseits mehr als moderate Auswirkungen auf die Produktion anderer taiwanesischer Akteure eingeschätzt hatte, war dies offensichtlich dennoch eine günstige Gelegenheit, drastischere Steigerungen vorzunehmen, als bei den jüngsten Verhandlungen erwartet. Dies jedenfalls konnte TrendForce Ende April beobachten. Dahinter steckt der Wunsch der Käufer, den Wert ihrer Aktien zu erhalten, aber auch das Wachstum des KI-Marktes und damit der Nachfrage zu antizipieren. Außerdem gäbe es einen Konflikt zwischen HBM-Speicher und anderen Produkttypen hinsichtlich der Zuteilung von Wafern und Produktionskapazitäten. Wie wir gesehen haben, hat HBM derzeit Rückenwind, was vor allem auf den Erfolg von Beschleunigern für KI zurückzuführen ist. Daher bevorzugen Hersteller wie Samsung die Produktion von HBM gegenüber DDR5, was angesichts der aktuellen Rentabilität dieses Speichertyps nicht schwer zu verstehen ist.

Gleichzeitig beschränken einige Zulieferer auch die Kapitalinvestitionen für die Produktion anderer Produkttypen wie NAND, wobei HBM wiederum Vorrang hat. Schließlich stellt sich heraus, dass auch QLC NAND derzeit ein Opfer seines Erfolgs ist, insbesondere bei Unternehmen. Da sich die Lagerbestände manchmal schnell auflösten, zögerten die Lieferanten mit dem Verkauf, um nicht auf dem Trockenen zu landen, und zweifellos mit der Idee, den Rest später zu einem höheren Preis verkaufen zu können.

Kurz gesagt: Wenn Sie SSD oder DDR5 zum besten Preis wollten, hätten Sie das wahrscheinlich letzten Sommer oder spätestens während des Black Friday 2023 kaufen sollen. Nicht, dass die Preise im Moment unbedingt systematisch überhöht wären, wir sind noch nicht so weit. Aber das letzte Tief der Welle liegt nun schon lange hinter uns … Natürlich sollten wir bedenken, dass es sich hier nur um eine Prognose handelt, die auf jeden Fall fundiert ist, aber auch, dass nichts jemals in Stein gemeißelt ist.

Matt

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