Saudi Aramco meldet einen Gewinnrückgang von 14,5 % im ersten Quartal

Saudi Aramco meldet einen Gewinnrückgang von 14,5 % im ersten Quartal
Saudi Aramco meldet einen Gewinnrückgang von 14,5 % im ersten Quartal
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Im ersten Quartal 2024 verzeichnete Saudi Aramco einen Nettogewinn von 27,27 Milliarden US-Dollar oder 102,27 Milliarden Saudi-Riyal. Dieser Wert stellt einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren sinkende Mengen an verkauftem Rohöl. Saudi-Arabien produziert derzeit neun Millionen Barrel pro Tag und liegt damit deutlich unter seiner Kapazität von 12 Millionen Barrel. Der Rückgang ist eine Folge sukzessiver Produktionskürzungen, die die OPEC+-Länder seit Oktober 2022 beschlossen haben, mit dem Ziel, die Preise in die Höhe zu treiben.

Auswirkungen der OPEC+

Im April 2023 beschlossen Saudi-Arabien und seine OPEC+-Partner, die Produktion um eine weitere Million Barrel pro Tag zu reduzieren. Dann, nach dem OPEC+-Treffen im Juni 2023, kündigte Saudi-Arabien eine weitere Reduzierung um 1 Million Barrel pro Tag an. Die seit Juli 2023 geltende Produktionsreduzierung wird bis zum zweiten Quartal 2024 verlängert. Anschließend werden die reduzierten Mengen je nach Markt schrittweise wiederhergestellt.

Finanzielle Herausforderungen und Vision 2030

Saudi Aramco spielt eine wichtige Rolle in der saudischen Wirtschaft. Kronprinz Mohammed bin Salman ist auf Öleinnahmen angewiesen, um das Programm Vision 2030 zu finanzieren. Dieses Programm zielt darauf ab, die Wirtschaft zu reformieren und das Land auf die Zeit nach dem Öl vorzubereiten. Im Jahr 2019 erwirtschaftete Aramco bei seinem Börsengang 29,4 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von 1,7 % seiner Aktien. Kürzlich hat die saudische Regierung einen neuen Anteil von Aramco an den Public Investment Fund (PIF) übertragen. Trotz dieser Bemühungen prognostiziert das Finanzministerium bis 2026 Haushaltsdefizite, da die Reformausgaben weiterhin hoch bleiben.

Klimaverpflichtungen und Skeptizismus

Saudi-Arabien strebt bis 2060 Netto-CO2-Emissionen von Null an. Einige Umweltaktivisten bezweifeln diese Ziele jedoch. Aramco hat sich verpflichtet, bis 2050 für seinen Betrieb CO2-Neutralität zu erreichen, wobei die Emissionen der verkauften Produkte ausgenommen sind. Der Rückgang der Ölaktivitäten um 10,6 % führte auch dazu, dass das saudische BIP im ersten Quartal 2024 im Vergleich zu 2023 um 1,8 % sank.

Trotz sinkender Gewinne und finanzieller Herausforderungen im Zusammenhang mit der Ölförderung bleibt Saudi Aramco ein wichtiger Akteur in der saudischen Wirtschaft. Die Gruppe versucht, ihre Klimaverpflichtungen mit der Aufrechterhaltung der Öleinnahmen in Einklang zu bringen, die zur Finanzierung von Reformen erforderlich sind.

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