Warum Pommes appetitlicher sind als grüne Bohnen

Warum Pommes appetitlicher sind als grüne Bohnen
Warum Pommes appetitlicher sind als grüne Bohnen
-

Stellen Sie sich ein Gericht vor, das Sie wirklich glücklich machen würde. Vergessen Sie für einen Moment alle Überlegungen zu Gesundheit oder Gewicht, das einzige Kriterium sollte sein: „Was möchten Sie wirklich essen?“ » Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um es sich vorzustellen. Welches Bild kam Ihnen in den Sinn, das eines Tellers mit fettigen und salzigen Pommes Frites oder das eines kleinen grünen Bohnensalats?

Wahrscheinlich die erste Option, da wir dazu neigen zu glauben, dass gesundes Essen zwangsläufig weniger lecker ist. Aber warum dieser Verein? Wir scheinen es aus der „Ernährungsumgebung“ zu lernen, der wir ausgesetzt sind, so die Ergebnisse von Sonja Kunz und ihren Kollegen von der Universität Wien. In ihrer Studie betrachteten die Teilnehmer eine Reihe von Fotos von Gerichten, jeweils mit einer Bewertung ihres Geschmacks (eine Anzahl von Sternen, von maximal fünf) und einer Einschätzung ihres Interesses an Gesundheit (zum Beispiel durch den Nutriscore). Je häufiger sie jedoch Lebensmittel betrachteten, die sowohl lecker als auch aus ernährungsphysiologischer Sicht ungesund waren, desto mehr neigten sie zu der Annahme, dass diese beiden Eigenschaften automatisch miteinander verbunden seien. Vielleicht liegt es also an der übermäßigen Exposition gegenüber diesen „köstlich schlechten“ Gerichten, zum Beispiel mit Dort Junkfoododer auf Online-Kommentare, die diesen Aspekt hervorheben („Ich bin auf dieses kleine Raclette hereingefallen, schade für meine Arterien!“), was uns glauben lässt, dass es unmöglich ist, Genuss und eine gesunde Mahlzeit zu verbinden.

Wie können wir in den Köpfen der Verbraucher wieder verbinden, was gut für Gesundheit und Geschmack ist? Eine Konsequenz dieser Ergebnisse ist, dass es nicht ausreicht, gute und gesunde Gerichte zu kreieren oder sie in Kommunikationskampagnen zu bewerben: Solange Anzeigen, Restaurants und Supermärkte nicht ausgewogenere Gerichte anbieten als Junkfood, werden unsere Wahrnehmungen wahrscheinlich unverändert bleiben. Mit anderen Worten: Es ist unsere globale Ernährungsumwelt, die verändert werden muss.

Laden Sie die PDF-Version dieses Artikels herunter

(reserviert für digitale Abonnenten)

-

PREV Girondisten. Marc Planus: „Es entsteht der Eindruck, dass unser Verein langsam stirbt“
NEXT Sarthe. Unfall auf der Autobahn A81: Auffahrten östlich von Le Mans gesperrt