Tod von André Simonazzi, Vizekanzler der Eidgenossenschaft – Schweizer Katholisches Portal

Tod von André Simonazzi, Vizekanzler der Eidgenossenschaft – Schweizer Katholisches Portal
Tod von André Simonazzi, Vizekanzler der Eidgenossenschaft – Schweizer Katholisches Portal
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Vizekanzler André Simonazzi, Sprecher des Bundesrates, ist am 10. Mai 2024 plötzlich während einer Bergwanderung gestorben, teilte die Bundeskanzlei mit. Der 55-Jährige war 20 Jahre lang für den Bund tätig.

„André Simonazzi war ein Diener des Staates im edelsten Sinne des Wortes. Der gesetzlich verankerte Informationsauftrag leitete stets seine Arbeit und die seiner Kollegen. „Er sah in der Regierungskommunikation einen Dienst an der Öffentlichkeit und an der Regierung und wollte damit bestmögliche Voraussetzungen schaffen, damit der Bundesrat bestmöglich arbeiten kann“, schrieb das Kanzleramt am Samstag in seiner Todesanzeige des Vizepräsidenten. Ein Verlust, der die Mitglieder des Bundesrates und den Bundeskanzler schockierte und zutiefst betrübte.

Der Vizekanzler habe einen Tapetenwechsel in den Bergen genossen, heißt es in der Pressemitteilung des Kanzleramts weiter. Es sei „bei einer dieser Wanderungen gewesen, die ihm so viel Spaß gemacht hat, dass er am Freitag zusammengebrochen ist.“ Er hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder.

Ein Journalist und Kommunikationsexperte

André Simonazzi wurde 1968 in Monthey geboren und erwarb einen Abschluss in internationalen Beziehungen an der Universität Genf. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Journalisten bei Nachrichtenautor und war durch die gegangenAPIC, die International Catholic Press Agency (der Vorfahre von cath.ch). Anschließend war er von 1995 bis 1998 für die Caritas Schweiz als Pressesprecher Westschweiz tätig.

Seit 2004 stellte er seine beruflichen Fähigkeiten in den Dienst des Bundes, wo er sich dem Informationsdienst des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) anschloss. 2005 wurde André Simonazzi Informationschef im Departement des damaligen sozialistischen Bundesrats Moritz Leuenberger, bevor er am 1. Januar 2009 Vizekanzler wurde.

15 Jahre Präsenz an Bundesratssitzungen

Seitdem nahm er an allen Sitzungen des Bundesrates mit dem Bundeskanzler teil und sorgte anschließend für die Kommunikation der Beschlüsse. Am 8. Mai leitete er drei weitere Pressekonferenzen des Bundesrates.

„Es ist André Simonazzi zu verdanken, dass die Tätigkeit des Bundesrates im Informationsbereich den heutigen Herausforderungen gerecht wird.“ Ihm ist es zu verdanken, dass die Kommunikation professionalisiert und digitalisiert wurde“, schrieb das Kanzleramt in seiner Pressemitteilung und verwies auch auf „die Stärke seiner Argumente, seinen Humor und seinen Charme“, die in der Corona-Krise so wichtig seien. Wir erinnern uns an die zum Ritual gewordene Formel, mit der er die Pressekonferenzen zur Pandemie eröffnete: „Frau Bundespräsidentin, Herr Bundesrat, meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu dieser Pressekonferenz zu den Beschlüssen des Bundes.“ Bundesrat zum Thema Coronavirus.“

Wenn André Simonazzi Mitglied der Schweizerischen Sozialistischen Partei war, sprechen die Journalisten, die ihn kannten, auch von seiner absoluten Professionalität, seiner neutralen und loyalen Art zu kommunizieren, abseits jeglicher Parteibindung. (cath.ch/com/ag/lb)

© Katholisches Medienzentrum Cath-Info, 12.05.2024

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