Pressespiegel: Online wird Nemo ebenso verehrt wie gehasst

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Im Internet wird Nemo ebenso verehrt wie gehasst

Gepostet heute um 20:07 Uhr.

Zwei Räume, zwei Atmosphären. Nach dem Sieg des Bieler Künstlers Nemo beim Eurovision Song Contest scheinen die Reaktionen im Netz sehr polarisiert zu sein. Auf der einen Seite gibt es diejenigen, die es nicht verstehen. Aber eigentlich nicht.

„Fischname“

„Gibt es also wirklich Leute, die für das Lied gestimmt haben, in dem es um einen Kerl im Rock mit Hühnerjacke und einem Fischnamen geht, der auf einem rotierenden Teller herumzappelt? Diese Welt ist ruiniert“, beklagt Kiara.69 auf X/Twitter. BELeM vergleicht Eurovision mit einer „Irrenanstalt unter freiem Himmel“.

„Aufgewacht“

Einer der Artikel in “24 Stunden” gepostet, nachdem Eurovision fast 400 Kommentare gesammelt hatte, von denen einige im gleichen Ton waren und Nemos Nicht-Binarität, aber auch seinen „Wokismus“ verspotteten. „Was mich stört, ist, dass man einen Liederwettbewerb dazu nutzt, Aktivismus zu betreiben, und dass Aktivismus die künstlerische Leistung übernimmt“, beklagt ein Leser.

„Hop Schweiz“

Andere sind nicht so bissig und applaudieren der Leistung. „Hüpfen Sie dank dieses modernen Wilhelm Tell in der Schweiz!“ wagen Sie Eisenkraut auf unserer Website. Auch die internationale Presse ist eher begeistert.

Akrobatik

Während in Deutschland die „Spiegel“ sagt ihm eine zukünftige internationale Karriere voraus, sagt die französische Tageszeitung “Freigeben” gratuliert ihm zu seiner „akrobatischen Inszenierung“ und seiner „überkalibrierten Kameraführung“. Für „El País“Nemo sei eine „24 Jahre alte Naturgewalt“.

Rallye

Aber die beste Analyse ist sicherlich in der zu lesen “Wächter”. „Während dieser von politischen Spaltungen geprägten Veranstaltung war die Schweizer Kandidatur ein tröstlicher Ausgangspunkt. Sänger Nemo Mettler tritt in die Fußstapfen früherer queerer, transgender oder transvestitischer Kandidaten, die beim Eurovision Song Contest der Welt vorgestellt wurden, von der Israelin Dana International im Jahr 1998 bis zur Österreicherin Conchita Wurst im Jahr 2014. Sein Lied war sicherlich melodramatisch, aber die Show war wirkungsvoll seine Einfachheit […]. Die Aufführung widerlegt den Ruf von Eurovision als langweilige Darstellung von Tanzmusik.“

Marie Maurisse ist Gesellschaftsjournalist in der Waadtländer Rubrik. Sie war fast 15 Jahre lang in diesem Bereich tätig und auf Ermittlungen spezialisiert. Sie war Mitbegründerin des Fachmediums Gotham City, produzierte mehrere Dokumentarfilme und schrieb zwei Bücher. Mehr Informationen @mariemaurisse

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