Antibiotikaresistenz: Auf dem Weg zu einer schlimmeren Katastrophe als Covid-19

Antibiotikaresistenz: Auf dem Weg zu einer schlimmeren Katastrophe als Covid-19
Antibiotikaresistenz: Auf dem Weg zu einer schlimmeren Katastrophe als Covid-19
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Von allen auf dem Markt erhältlichen Antibiotika wurde im 21. Jahrhundert kein einziges entdeckte Jahrhundert. Seit der letzten Entdeckung im Jahr 1987 hat die Forschung zu diesem Thema begonnen „Crawlspace“, wie Beobachter andeuten. Problem: Der Wirksamkeitsverlust dieser Medikamente nimmt aufgrund ihres übermäßigen Konsums zu.

Wenn es um die globale Gesundheit geht, ist Zeit von entscheidender Bedeutung. Laut der ehemaligen Chefin der britischen Ärzte Sally Davies, die dem Guardian ein Interview gab, ist der Aufstieg von „Superbugs“ Resistenzen gegen Antibiotika würden ein globales Gesundheitsproblem darstellen, verglichen mit der Covid-19-Pandemie als Problem “unerheblich”. Von Organtransplantationen bis hin zu Kaiserschnitten könnten viele medizinische Eingriffe gefährdet sein, wenn das Risiko unbehandelbarer Infektionen steigt.

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Anders als bei Viren, gegen die eine Bevölkerung eine kollektive Immunität entwickeln kann, „[l’antibiorésistance] wird jahrzehntelang wachsen und nicht aussterben“ Bis wirksame Behandlungsmethoden gefunden seien, erklärt der Experte. Nach Angaben des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) starben allein im Jahr 2019 weltweit mehr als eine Million Menschen an antibiotikaresistenten Infektionen. Nach Angaben der Europäischen Kommission sind es in der Europäischen Union jährlich rund 35.000 Menschen.

Vorbeugen und heilen

Für die Gesundheitsbehörden besteht eine doppelte Herausforderung. Die erste besteht darin, die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen zu verlangsamen. Das bedeutet nicht, dass wir uns auf den Menschen beschränken: Laut WHO gehen 60 % der neu auftretenden Infektionskrankheiten auf Tiere (Wildtiere und Haustiere) zurück. Auch bei letzteren entwickeln sich Resistenzen gegen Antibiotika, die das Risiko einer Übertragung auf die Bevölkerung mechanisch erhöhen.

Ziel ist es daher, die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen durch die Reflexion übergreifender öffentlicher Politiken zu optimieren. In diese Richtung muss die zweite Phase des europäischen JAMRAI-Plans (2024-2027), die im Februar 2024 gestartet wurde, die Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedern im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen im Rahmen dieses „One Health“-Ansatzes stärken.

Ziel ist auch die Entwicklung neuer wirksamer Behandlungen, eine Arbeit, die lange Zeit durch finanzielle, wissenschaftliche und regulatorische Hindernisse behindert wurde. Wissenschaftler erwägen insbesondere die Entwicklung neuer Impfstoffe zur Vorbeugung von Infektionen, insbesondere im Veterinärbereich. Andererseits soll künstliche Intelligenz die Situation ändern: Anfang Januar 2024 wurde dank KI eine neue Klasse von Molekülen mit wirksamer Wirkung gegen Infektionen entdeckt, die neue Forschungsperspektiven eröffnen.

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