Sie wollten 26 Tonnen Gold herausholen, zwei Beamte wurden verhaftet – La Nouvelle Tribune

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Ein Fall von Goldschmuggel erschüttert die Maghreb-Region, da die libyschen Behörden einen ehrgeizigen Plan vereitelt haben, fast 26 Tonnen Gold aus dem Land zu schmuggeln. Diese spektakuläre Razzia führte zur Festnahme zweier hochrangiger Zollbeamter und enthüllte die komplexen Abläufe des Schmuggels in der Region.

Die Affäre brach aus, als die Behörden eine Untersuchung wegen möglichen Massenschmuggels am Flughafen Misrata einleiteten, der 200 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis entfernt liegt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden mehrere Zollbeamte wegen ihrer angeblichen Beteiligung an dieser illegalen Operation festgenommen. Unter ihnen sind der Generaldirektor des Zolls sowie Beamte des Flughafens Misrata.

Das Ausmaß des Schmuggelversuchs ist atemberaubend: Fast 26 Tonnen Gold in Form von Barren sollten außer Landes geschmuggelt werden. Diese Menge entspricht zu aktuellen Preisen einem geschätzten Wert von rund 1,75 Milliarden Franken. Wäre dieser Versuch gelungen, hätte er Libyen nicht nur wichtige Ressourcen entzogen, sondern auch ein bereits florierendes Schmuggelnetzwerk in der Region angeheizt.

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Tatsächlich hatte die Staatsanwaltschaft bereits im vergangenen Januar eine Untersuchung zu einem ähnlichen Fall von Goldschmuggel vom internationalen Flughafen Misrata aus eingeleitet. Organisationen wie The Sentry haben auch die entscheidende Rolle Libyens als Transitzone für den Goldschmuggel in Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei hervorgehoben.

Berichten der NGO zufolge werden mehrere wichtige Transitpunkte für den illegalen Goldexport aus Libyen genutzt, darunter die Häfen und Flughäfen von Misrata, Zliten und Khoms im Westen sowie der Hafen und der Flughafen Bengasi im Osten. Diese Schmuggelnetzwerke werden durch die Komplizenschaft der Zollbehörden sowie der Hafen- und Flughafeninfrastrukturen angeheizt, was die Notwendigkeit verdeutlicht, die Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in diesen sensiblen Bereichen zu verstärken.

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