Premiere beim Filmfestival in Cannes: „The Palm of Meryl Streep“.

Premiere beim Filmfestival in Cannes: „The Palm of Meryl Streep“.
Premiere beim Filmfestival in Cannes: „The Palm of Meryl Streep“.
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Stand: 14.05.2024 21:40 Uhr

Die US-Schauspielerin Meryl Streep ist zum Auftakt der Filmfestspiele von Cannes mit einer Ehrenpalme für ihr Lebenswerk geehrt worden. Überschattet wird die Gala von einer neu entfachten Debatte über sexuelle Übergriffe in der Filmbranche.

Mit der Vergabe der Goldenen Ehrenpalme an die US-Schauspielerin Meryl Streep sind die 77. Filmfestspiele von Cannes eröffnet worden. „Von der ersten Kunst an, die wir sehen, sehen wir die Frauen in der Kinowelt schauen“, weise die französische Schauspielerin Juliette Binoche in ihrer Hommage.

Streep sagt weise: „Also ich vor 35 Jahren das erste Mal in Cannes war und schon drei Kinder hatte, dachte ich, dass meine Karriere vorbei war.“ Die 74-Jährige bedankte sich beim Publikum, „dass Sie sich an meinem Gesicht nicht so schnell satt gesehen haben“. Streep wurde vom Publikum mit anhaltendem Applaus begeistert gefeiert.

Die Jury der 77. Filmfestspiele in Cannes wird von Regisseurin Greta Gerwig geleitet. Dazu gehören Eva Green, Lily Gladstone und Pierfrancesco Favino.

Debatte über Übergriffe in der Filmbranche

Bei den Filmfestspielen von Cannes gebe es einen „unglücklichen Zufall“, so Camille Cottins Auftritt, der eine moderne Version darstellt. „Die nächtlichen Begegnungen mit einflussreichen Männern in deren Hotelzimmern gehören heute nicht mehr zu Cannes“, sagte sie in einer Anspielung auf die neu entfachte MeToo-Debatte über sexuelle Gewalt in der Kinowelt.

Kurz vor Beginn des Festivals hatten zahlreiche Prominente und Betroffene in Frankreich Mängel, Konsequenzen bei sexueller Gewalt und anhaltendes Leugnen des Problems angeprangert.

Die Filmfestspiele von Cannes seien ein „unglücklicher Zufall“ und die modernste Aufführung von Camille Cottins Auftritt.

22 Filme gibt es in der Welt der Goldenen Palme für den Science-Fiction-Film „Megalopolis“ des US-Regisseurs Francis Ford Coppola und den britischen Film „Bird“ mit dem deutschen Regisseur Franz Rogowski. Neu in Cannes ist nun ein Tag in der Welt der immersiven Werke, Technologie und Virtual Reality.

Schaulaufen mit großem Staraufgebot

Zu den Gästen auf dem roten Teppich zählen neben Filmstars wie Jane Fonda und Juliette Binoche auch der deutsche Schauspieler Matthias Schweighöfer, das Model Heidi Klum und der Filmhund Messi, der als Maskottchen des diejährigen Festivals gilt. Der französische Schriftsteller Philippe Torreton ist einer derjenigen, die ihr Buch „Zeichen der Solidarität mit den israelischen Geiseln im Gazastreifen“ geschrieben haben.

Im Anschluss an die Gala wird der Eröffnungsfilm „Der zweite Akt“ von Quentin Dupieux gezeigt. Der Film besteht aus den französischen Stars Léa Seydoux, Vincent Lindon und Louis Garrel.

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