Mord an Paul Buyse und seiner Ex-Partnerin in Molenbeek: Mohamed, der Verdächtige, der sich bei der Polizei angezeigt hat, beantragt nicht seine Freilassung

Mord an Paul Buyse und seiner Ex-Partnerin in Molenbeek: Mohamed, der Verdächtige, der sich bei der Polizei angezeigt hat, beantragt nicht seine Freilassung
Mord an Paul Buyse und seiner Ex-Partnerin in Molenbeek: Mohamed, der Verdächtige, der sich bei der Polizei angezeigt hat, beantragt nicht seine Freilassung
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Der Mann, der sich am Dienstag nach einem Doppelmord in einer Wohnung in Molenbeek-Saint-Jean der Polizei gestellt hatte, erschien am Freitag vor dem Brüsseler Ratssaal. Der 30-Jährige bekannte sich zu seiner Verantwortung für den Tod der beiden Opfer, sagte sein Anwalt. Seine Beweggründe bleiben jedoch unklar. Sein Anwalt beantragte daher nicht die Freilassung seines Mandanten.

Am Dienstag gegen 15 Uhr stellte sich der Verdächtige auf einer Polizeiwache im Raum Brüssel-Nord vor und teilte der Polizei mit, dass er in einem Haus in der Avenue Henri Hollevoet in Molenbeek-Saint-Jean jemanden erstochen habe. Die Polizei Brüssel-West suchte die angegebene Adresse auf und entdeckte dort zwei Leichen: die einer 55-jährigen Frau und die eines 63-jährigen Mannes. Das sind Paul Buyse und sein Ex-Partner. Die Rettungskräfte konnten nichts für Paul Buyse, einen vor Ort bekannten Künstler, und seine Ex-Frau tun.

„Paul war zufällig dort, Mohamed bot ihm an, zu bleiben und zu essen“

Dabei wurde dem 34-jährigen Tatverdächtigen die Freiheit entzogen. Ein Ermittlungsrichter nahm ihn daraufhin wegen Mordes fest. Am Freitag erschien der Angeklagte vor dem Ratssaal, der seine Inhaftierung bestätigte.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen ereigneten sich die Taten in einem Beziehungskontext, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Einige Medien berichten ihrerseits, dass der Dreißigjährige an psychischen Störungen leide, was sein Anwalt, Me Nicolas Crutzen, nicht bestätigt hat.

Letzterer führte aus, dass sein Mandant seit 11 Jahren in Belgien lebe und noch nie zuvor mit der Justiz konfrontiert worden sei. Die Opfer hätten ihn in ihren Häusern willkommen geheißen, um ihm zu helfen.

Die Ermittlungen müssen versuchen, Licht ins Dunkel der Beweggründe des Mörders und des Tathergangs zu bringen.

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