In den kommenden Tagen besteht die Gefahr stationärer Gewitter und Überschwemmungen

In den kommenden Tagen besteht die Gefahr stationärer Gewitter und Überschwemmungen
In den kommenden Tagen besteht die Gefahr stationärer Gewitter und Überschwemmungen
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Nachrichten Wetter

Von Cyril BONNEFOY, Meteorologe

Veröffentlicht am 17.05.24, aktualisiert am 17.05.24 um 17:15 Uhr

Während an diesem Freitag im äußersten Nordosten heftiger Regen niedergeht, sind in den kommenden Tagen täglich neue Gewitter zu hören. Warum werden diese Stürme gefährlich sein, weil sie oft stationär sind? Was ist hinsichtlich der Anhäufungen zu erwarten und welche Regionen sind potenziell betroffen?

An diesem Freitag herrschte an der Mosel wegen einer wellenförmigen Regenfront im äußersten Nordosten Hochwasseralarm der Stufe Rot außergewöhnliche Ansammlungen über 24 Stunden für den Monat Mai. Auch in den nächsten Tagen werden wir uns in einer Situation befinden, in der es zu heftigen Unwettern kommen kann, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen können.

Eine barometrische Sumpfsituation, die stationäre Gewitter begünstigt

A barometrischer Sumpf wird sich an diesem Wochenende allmählich in Frankreich niederlassen. Dies ist eine Situation, in der der atmosphärische Druck in einem bestimmten Gebiet kaum variiert. Dadurch sind die Temperaturen im ganzen Land oft sehr gleichmäßig und vor allem der Wind bleibt sehr schwach. Zusätzlich zu diesen Parametern beobachten wir derzeit Luftfeuchtigkeit in geringer Höhe und kalte Luft in großer Höhe (> 5000 m), den explosiven Cocktail für die Entstehung von Gewittern. Aufgrund des fehlenden Windes befürchten Meteorologen häufig die Bildung stationärer und daher sehr niederschlagsreicher Sturmzellen in einer bestimmten Region oder sogar einer bestimmten Gemeinde.

In den kommenden Tagen steigt die Unwettergefahr

In diesen barometrischen Sumpfsituationen Die Vorhersage von Stürmen bleibt sehr heikel. Allerdings scheinen einige Regionen stärker gefährdet zu sein als andere. An diesem Samstag sind die Regionen Bretagne, Pays de la Loire, Centre-Val de Loire, Burgund und Auvergne am stärksten der Sturmgefahr ausgesetzt. Am Pfingstsonntag entwickeln sich Stürme bevorzugt am Tagesende und am Abend von den Pyrenäen bis zum Zentralmassiv. Zu Beginn der nächsten Woche wird sich das Risiko tendenziell in Richtung Osten des Landes verlagern und auf andere Regionen übergreifen.

Bei Gewitter sind bis zu 3 Wochen Regen möglich

Diese oft sehr langsamen Stürme sind voller Feuchtigkeit und auf ihrem Weg sind sehr starke Niederschläge zu befürchten. Einige Stürme können in nur ein bis zwei Stunden bis zu drei Wochen lang Regen erzeugen. Die Folgen könnten für die betroffenen Gebiete und Städte dramatisch sein: Sturzfluten von Flüssen, Überschwemmungen und Erdrutsche in rauen Umgebungen.

Wir laden Sie ein, regelmäßig die Aktualisierung Ihrer Wettervorhersagen zu überprüfen, da Warnungen aufgrund der Komplexität der Situation in barometrischen Sumpfgebieten nur tagesaktuell ausgegeben werden können. Auf jeden Fall versprechen die nächsten Tage riskant zu werden und diese Situation dürfte mindestens bis Ende nächster Woche anhalten.

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