Das weiße Gold des Schwarzen Berges

Das weiße Gold des Schwarzen Berges
Das weiße Gold des Schwarzen Berges
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Eis ist seit der Antike ein verwendetes und gehandeltes Produkt. Bei den Griechen und Römern wurde Eis zum Kühlen von Getränken und zur Behandlung bestimmter Krankheiten verwendet, doch der Eishandel erlebte in unserer Region zwischen der zweiten Hälfte des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein beträchtliches Wachstum.

Ein Luxusprodukt

Es handelte sich um ein Luxusprodukt, das während der Sommerhitze zu einem hohen Preis verschifft wurde. In den Kühlschränken wohlhabender Familien oder Kaufleute wurden große Mengen Eis gelagert, um Lebensmittel und kühle Getränke haltbar zu machen. In Aude stammte das Eis hauptsächlich aus der Montagne Noire, genauer gesagt aus Pradelles-Cabardès, wo dieser für die Region einzigartige Handel begann: das weiße Gold der Montagne Noire! Die Eistorten wurden in dickes Segeltuch eingewickelt und dann mit Karren durch die Umgebung nach Mazamet, Castres, Carcassonne, Narbonne oder Sigean transportiert, ohne dabei Boutenac zu vergessen. Die Überreste eines alten Eishauses in der Nähe des Château de Boutenac können die Neugier von Wanderern wecken. Sie sollten wissen, dass es früher zwei Arten von Kühlboxen gab: solche zur Herstellung von Eis und solche zur Aufbewahrung.

Ein Kanal ermöglichte die Ableitung des Wassers

Der Lager- und Privatkühler im Château de Boutenac wurde offenbar bis in die Jahre 1918-1920 genutzt. Ein kleiner Entwässerungskanal, der „Touat“, befindet sich am Boden und ermöglicht den Abfluss des durch die Eisschmelze entstandenen Wassers in Richtung des Baches Garrouille. Es scheint, dass das Eishaus damals in eine Mühle umgewandelt wurde, aber die Meinungen gehen auseinander.

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