Gold erreicht ein neues Allzeithoch von über 2.440 $/Unze

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Von
Mohamed Ben Abderrazek


| Vor 25 Minuten

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Gold glänzt weiterhin auf den Weltmärkten und erreicht ein neues Allzeithoch. Nachdem der Goldpreis kürzlich die Marke von 2.400 US-Dollar pro Unze überschritten hatte, erreichte er während der Sitzung am Montag, dem 20. Mai 2024, auf den asiatischen Märkten 2.440,59 US-Dollar.

Dieser spektakuläre Anstieg wird durch erneuten Optimismus hinsichtlich einer bevorstehenden Senkung der Leitzinsen durch die US-Notenbank angeheizt, wobei einige Prognosen eine Senkung bereits im nächsten November prognostizieren.

Faktoren des Anstiegs

Der Zusammenhang zwischen Gold und Zinssätzen ist gut etabliert und weist traditionell eine negative Korrelation auf.

Wenn die Zinsen fallen, steigt tendenziell der Goldpreis und umgekehrt. Eine Senkung der Zinssätze macht Anlagen wie Aktien und Staatsanleihen weniger attraktiv und treibt Anleger in sichere Häfen wie Gold. Diese Dynamik erklärt zum Teil die jüngste Rallye des Goldpreises, die vor einigen Monaten begann.

Die Erwartung von Zinssenkungen durch die US-Notenbank ist ein wesentlicher Treiber für den aktuellen Anstieg. Viele Händler wetten auf eine Zinssenkung bis November, was den Goldkauf angekurbelt hat.

Dadurch nähert sich der Preis für eine Unze Gold den Prognosen der Analysten von Goldman Sachs an, die darauf hinwiesen, dass er noch vor Jahresende 2.700 US-Dollar erreichen könnte. Die Citigroup geht sogar noch weiter und schätzt, dass der Wert des Edelmetalls in den nächsten 6 bis 18 Monaten auf bis zu 3.000 US-Dollar steigen könnte.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Ein anhaltend hoher Goldpreis ist eine gute Nachricht für mehrere afrikanische Länder, deren Wirtschaft stark von der Ausbeutung des Edelmetalls abhängig ist.

Länder wie Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Ghana und Mali, die in einem am 29. April von der Afreximbank veröffentlichten Bericht erwähnt werden, könnten von diesem Preisanstieg profitieren. Allerdings warnt derselbe Bericht vor einigen Risiken, die mit einem hohen Goldpreis verbunden sind.

Unter den identifizierten Risiken ist das „Dutch-Syndrom“ eines der besorgniserregendsten. Dieses wirtschaftliche Phänomen tritt auf, wenn hohe Einnahmen aus einer natürlichen Ressource wie Gold zu einer Aufwertung der Landeswährung führen und andere Wirtschaftszweige weniger wettbewerbsfähig sind.

Darüber hinaus könnte ein hoher Goldpreis den illegalen Bergbau fördern und die ökologischen und sozialen Herausforderungen verschärfen. Schließlich könnte es die wirtschaftliche Diversifizierung behindern, ein wichtiges Ziel für viele Entwicklungsländer.

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