Gaza: Italien kündigt an, seine Finanzierung des UNRWA wieder aufzunehmen

Gaza: Italien kündigt an, seine Finanzierung des UNRWA wieder aufzunehmen
Gaza: Italien kündigt an, seine Finanzierung des UNRWA wieder aufzunehmen
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Italien kündigt Wiederaufnahme der Finanzierung durch UNRWA an

Heute um 9:46 Uhr veröffentlicht.

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Der italienische Diplomatiechef Antonio Tajani kündigte am Samstag die Wiederaufnahme der Finanzierung des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) an. Dies sagte er nach einem Treffen mit dem palästinensischen Premierminister Mohammad Mustapha in Rom.

„Ich habe Herrn Mustapha darüber informiert, dass die Regierung neue Mittel für die palästinensische Bevölkerung in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro (…) geplant hat, von denen fünf an die UNRWA gehen werden“, sagte Herr Tajani laut einer Pressemitteilung.

„Italien hat beschlossen, die Finanzierung spezifischer Projekte zur Unterstützung palästinensischer Flüchtlinge wieder aufzunehmen, allerdings erst nach strengen Kontrollen, die garantieren, dass nicht einmal ein Cent zur Unterstützung des Terrorismus verwendet wird“, betonte Herr Tajani.

„Nahrung für Gaza“

Die anderen 30 Millionen Euro seien für die Initiative „Nahrung für Gaza“ bestimmt, die Italien in Zusammenarbeit mit UN-Organisationen ins Leben gerufen habe, heißt es in der Pressemitteilung.

UNRWA, das fast die gesamte Hilfe für Gaza koordiniert, steckt seit Januar in der Krise, als Israel ein Dutzend seiner 13.000 Gaza-Mitarbeiter beschuldigte, am Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen zu sein.

Dies führte dazu, dass viele Länder, darunter die Vereinigten Staaten, der wichtigste Geber, die Finanzierung der Organisation abrupt einstellten und damit ihre Bemühungen zur Bereitstellung von Hilfe für Gaza gefährdeten, obwohl mehrere Staaten ihre Zahlungen inzwischen wieder aufgenommen haben.

Eine unabhängige Untersuchung der Situation des UNRWA unter der Leitung der ehemaligen französischen Außenministerin Catherine Colonna hob einige „Probleme im Zusammenhang mit der Neutralität“ der Organisation hervor, betonte jedoch, dass Israel noch keine Beweise für seine Hauptanschuldigungen vorgelegt habe.

Die 1949 gegründete Agentur beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter in den palästinensischen Gebieten, Jordanien, Libanon und Syrien. Anschließend sollte Herr Mustafa die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni treffen.

ATS

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