„Die Samen des wilden Feigenbaums“ erhält den ökumenischen Preis – Schweizerisches Katholisches Portal

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„Die Samen des wilden Feigenbaums“ erhält den ökumenischen Preis – Schweizerisches Katholisches Portal
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Bei den Filmfestspielen von Cannes verlieh die Ökumenische Jury 2024 ihren Preis an den Film Wildfeigenbaumsamen vom iranischen Regisseur Mohammad Rasoulof. Und der Sonderpreis für 50 Jahre Ökumenische Jury geht an Wim Wenders.

Mit Die Samen des wilden Feigenbaumskonstruiert der iranische Filmemacher aus einem Familiendrama die Metapher eines Regimes am Rande des Zusammenbruchs und spiegelt damit direkt die „Frauen, Leben, Freiheit“-Bewegung wider, die die Islamische Republik seit dem Tod von Mahsa Amini im September 2022 erschüttert. Dieser Film zeigt die Macht und den Einfluss iranischer Frauen in der aktuellen Bewegung, die das Regime und die Unterdrückung anprangert.

Mohammad Rasoulof wurde sein Reisepass entzogen und von Teheran wegen „Absprache gegen die nationale Sicherheit“ zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Er verließ den Iran illegal, um seinen Film in Cannes präsentieren zu können.

Die Einschätzung der ökumenischen Jury

„Wenn Religion mit politischer Macht und Patriarchat in Verbindung gebracht wird, kann sie die intimsten Beziehungen und die Würde der Menschen zerstören, wie dieses iranische Familiendrama verkörpert“, kommentiert die ökumenische Jury, die sich für den symbolischen Reichtum dieses Spielfilms einsetzt, ihre Meinung Das großzügige Ende trägt einen Anflug von Hoffnung, einen Hauch von Humor und eine herzzerreißende Spannung.

„Seine Subtilität und die Nüchternheit seines Dramas, sowohl dramaturgisch als auch filmisch, machen es zu einer Metapher für jede autoritäre Theokratie“, fügt die ökumenische Jury der Filmfestspiele von Cannes hinzu, die 2024 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern.

Sonderpreis an Wim Wendens

Darüber hinaus vergibt die Jury anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Ökumenischen Jury in Cannes einen Sonderpreis an Wim Wenders, um seine Arbeit zu würdigen.

Den Vorsitz der Ökumenischen Jury 2024 hatte Julienne Munyaneza (Ruanda/Großbritannien) inne, mit Alexander Bothe (Deutschland), Johanna Haberer (Deutschland), Edgar Octavio Rubio Hernandez (Mexiko), Pierre-Alain Lods (Frankreich) und Magali van Reeth (Frankreich). . (cath.ch/com/gr)

Die ökumenische Jury von Cannes 2024 (von links nach rechts): Edgar Hernandez, Julienne Munyaneza, Pierre-Alain Lods, Johanna Haberer, Magali Van Reeth, Alexander Bothe | © cannes.juryoecumenique.org

© Katholisches Medienzentrum Cath-Info, 26.05.2024

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