Aloïse, ein seltener Film, den man am Mittwoch in der Strada sehen kann

Aloïse, ein seltener Film, den man am Mittwoch in der Strada sehen kann
Aloïse, ein seltener Film, den man am Mittwoch in der Strada sehen kann
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das Essenzielle
Ein neuer Filmclub findet am Mittwoch, 29. Mai, um 18:15 Uhr in der Strada mit dem Film „Aloïse“ statt.

La Strada pflegt seit jeher eine besondere Verbindung zur Geschichte des Kinos. Am Mittwoch, 29. Mai, 18:15 Uhr stehen Frauen, Filmemacherinnen und Schauspielerinnen im Rampenlicht. Der Ciné-Club bietet tatsächlich ein seltenes Werk von Liliane Kermadec an: „Aloïse“, das subtile Porträt einer der größten Schweizer Malerinnen, die die letzten 46 Jahre ihres Lebens wegen Schizophrenie inhaftiert verbrachte und deren Werke in Jean vereint sind Dubuffets Art-Brut-Sammlung.

Kermadec war der Setfotograf für Varda und Resnais. Sie übertrug diese Rolle 1976 Isabelle Huppert und Delphine Seyrig und verkörperte in zwei unterschiedlichen Altersstufen die geistige Gefangenschaft einer einzigartigen Künstlerin. Aloïse ist die wahre Geschichte einer jungen Schweizerin bescheidener Herkunft, voller künstlerischem Ehrgeiz. Als Gouvernante in Deutschland zwang der Erste Weltkrieg sie zur Rückkehr in ihre Heimat. Doch zerbrechlich und verstört wurde sie bis zu ihrem Lebensende interniert. Malen wird zu einer Art Therapie gegen Unglück, zum Trost bei übermäßiger Sorge. Die Regisseurin untersucht hier nicht nur das künstlerische Genie, das mit sozialer Demenz zu kämpfen hat, sie zeichnet ein differenziertes Bild des Provinzlebens, insbesondere der Waadtländer Landschaft mit ihrer langsamen und urigen Atmosphäre. Eine Anspielung auf das Grau der 1970er Jahre, als die Hoffnungen auf eine soziale Revolution zu schwinden begannen.

Schizophrenie im Kino

Obwohl Delphine Seyrig von Jeanne Dielmanns kritischem Erfolg gekrönt wird, befindet sie sich in einer Zeit künstlerischer und persönlicher Unsicherheit. Sie hat Jeanne Dielmann noch nicht inszeniert und ihr feministischer Kampf fängt gerade erst an. Was Isabelle Huppert betrifft, beginnt sie, diese junge Französin zu verkörpern, mit elegantem und luftigem Charme, einer rätselhaften Präsenz, die die größten Autoren des Weltkinos in ihren Bann ziehen wird. Der Film stellt andere Künste und Dialoge mit Malerei und Literatur gegenüber. Es zeigt, wie der Raum und das Material von Orten die Schöpfung beeinflussen können.

Aloïse Duprat ist eine der Begründerinnen einer rohen Kunst, die bürgerliche Codes und die Kriterien ästhetischer Beurteilung bricht. In seinen Werken stehen ölige Kreide, unwürdige Materialien und Stoffe im Mittelpunkt. Diese wesentliche Tatsache der Arbeit von Dupraz beeinflusst den Film und den Film, als ob die Objekte und Räume hinter den Pinseln des Künstlers nachgebildet würden. Der einzige Weg für eine junge Frau, dem Patriarchat und der sozialen Unterwerfung zu entkommen. Die Kunst erneuert den verlorenen Pakt des Glaubens mit der Realität. Dem Film geht ein Vortrag von Rémy Romain über die Darstellung von Schizophrenie im Kino voraus.

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