Werden steigende Löhne in der Eurozone zu einem Preisanstieg führen?

Werden steigende Löhne in der Eurozone zu einem Preisanstieg führen?
Werden steigende Löhne in der Eurozone zu einem Preisanstieg führen?
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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich Zahlen veröffentlicht, die eine leichte Beschleunigung des Lohnwachstums in der Eurozone im ersten Quartal 2024 zeigen. Diesen Daten zufolge stiegen die Gehälter um 4,69 %, verglichen mit 4,45 % im Vorquartal. Dieser Trend zeigt, dass die Arbeitnehmer weiterhin über Erhöhungen verhandeln, um die durch die Inflation verursachten realen Einkommensverluste auszugleichen. Tatsächlich versuchen die Arbeitnehmer, den Kaufkraftverlust während der jüngsten Inflationsphase auszugleichen.

Die EZB geht davon aus, dass sich dieser Trend mit einer Gehaltserhöhung von 4,5 % für das gesamte Jahr 2024 fortsetzt, gefolgt von 3,6 % im Jahr 2025 und 3,0 % im Jahr 2026. Diese Gehaltserhöhung wird von der Institution als besorgniserregend angesehen, da sie eine neue Inflation anheizen könnte Anstieg. Daher erwägt die EZB eine Lockerung der Geldpolitik im Juni, obwohl aktuelle Daten Vorsicht bei künftigen Entscheidungen nahelegen.

Das Lohnwachstum sorgt für Debatten im EZB-Rat, wo einige Mitglieder wie Isabel Schnabel, Pierre Wunsch, Klaas Knot, Joachim Nagel und Martins Kazaks glauben, dass eine zweite Zinssenkung im Juli verfrüht sein könnte. Diese „Falken“ argumentieren, dass die EZB eine gewisse Strenge beibehalten muss, um eine neue Inflationsspirale zu verhindern. Nach Angaben der Institution wäre eine Erhöhung der Nominallöhne um 3 % mit ihrem Inflationsziel von 2 % vereinbar. Ein Wachstum oberhalb dieser Schwelle könnte ein Zeichen für übermäßigen Lohndruck sein und zu höheren Preisen führen.

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