Bei welcher Marke ist Bio am günstigsten?

Bei welcher Marke ist Bio am günstigsten?
Bei welcher Marke ist Bio am günstigsten?
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Der Verzehr von Bio kostet mehr, aber um wie viel genau? Und welche Marken sind am wettbewerbsfähigsten? Diese Fragen hat UFC-Que Choisir mit seiner neuen Studie zum Preis von Bio-Produkten zu beantworten versucht. Nicht weniger als 1.300 Filialen von neun verschiedenen großen Einzelhandelsmarken wurden vom Verbraucherverband unter die Lupe genommen.

In jedem dieser Supermärkte wurden die Preise von 17 Produktkategorien erfasst. Auf der einen Seite Obst und Gemüse, auf der anderen aber auch verarbeitete Produkte. Und für Letzteres hat UFC-Que Choisir darauf geachtet, Handelsmarkenprodukte zu vergleichen, die angeblich günstiger sind als die der großen Marken.

Lidl, Bio-Champion

Dennoch ist klar, dass der Durchschnittspreis für diesen Bio-Korb relativ hoch ist, insbesondere bei bestimmten Marken. Bei Monoprix sind es durchschnittlich 116 €. Das sind 28 Euro mehr als bei der günstigsten Marke in diesem Ranking, Lidl, wo der Korb durchschnittlich 88 Euro kostet. Casino ist die zweitteuerste Marke (106 €). Dahinter stehen fünf Marken in einem Einstecktuch: Auchan, Carrefour und U (99 €) sowie Aldi und Intermarché (98 €). Leclerc sticht mit einem Durchschnittspreis von 91 € für diesen Korb aus dieser Masse heraus.

Die Zusammensetzung dieses Korbes ist wie folgt: Zucchini, Champignons, weiße Weintrauben, Kiwis, Birnen, Hüttenkäse, Milch, Zwieback, Apfelsaft, Hacksteak, Spaghetti, Erdbeermarmelade, geriebener Emmentaler, Speck, Palmkekse, Mozzarella, Blätterteig Gebäck, Sandwichbrot, geräucherter Lachs, Milchschokolade.

UFC-Que Choisir verglich daher diese 17 Bio-Produkte von einem Händler zum anderen, aber auch mit ihren konventionellen Äquivalenten bei jeder Marke. Und so den durchschnittlichen Preisunterschied zwischen diesen Produkten innerhalb desselben Geschäfts ausgewertet. Auch hier sind relativ große Unterschiede zu beobachten. Den höchsten Preis erhält erneut Monoprix, wo ein Bio-Produkt durchschnittlich 86 % mehr kostet als sein herkömmliches Äquivalent. Erneut gewinnt Lidl den Preis für den kleinsten Preisunterschied: Ein Bio-Produkt kostet im Schnitt 59 % mehr.

Große Einzelhändler steigern ihre Margen bei Bio-Produkten

Was erklärt diese erheblichen Mehrkosten? Im Jahr 2019 ging UFC-Que Choisir dieser Frage noch anhand einer weiteren Studie zu Bio-Produkten nach. Ein Teil dieser höheren Kosten ist natürlich auf den Agrarpreis zurückzuführen: Der Anbau von Bio-Obst oder -Gemüse kostet den Landwirt mehr, und diese zusätzlichen Kosten spiegeln sich im Verkaufspreis wider. Aber das ist nicht alles ! „Wir müssen aufhören zu glauben, dass die hohen Kosten für Bio-Produkte ausschließlich auf zusätzliche landwirtschaftliche Kosten zurückzuführen sind“warnte der Verbraucherverband.

Letzterer bestätigte damit, dass Massenvertriebsmarken ihre Bruttomargen steigerten. Im Durchschnitt, „Sie sind 75 % höher als herkömmliche“, bestätigte UFC-Que Choisir, der ebenfalls erhebliche Unterschiede je nach Produkt feststellte. Konkret, „Es sind die am meisten konsumierten, die die Massenverteilung am meisten verschlingt“.

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Damit nahm sich der Verbraucherverband das Beispiel der Bio-Äpfel. Für 4,19 € pro Kilo verkauft, also 105 % teurer als das herkömmliche Äquivalent (2,04 € pro Kilo). Ein zusätzlicher Kostenfaktor, der einerseits einen Anstieg des Agrarpreises (+ 70 %), aber auch der Bruttomarge der Massenvertriebsmarke verdeckte. Was um 149 % zunahm.

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