Energie. Die französische Gasrechnung wird im Juli um mehr als 11 % steigen

Energie. Die französische Gasrechnung wird im Juli um mehr als 11 % steigen
Energie. Die französische Gasrechnung wird im Juli um mehr als 11 % steigen
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Im Juli 2024 werden die Gasrechnungen französischer Haushalte einen deutlichen Anstieg von durchschnittlich 11,7 % verzeichnen. Dieser von der Energy Regulatory Commission (CRE) angekündigte Anstieg löst bei vielen Verbrauchern, die bereits durch die anhaltende Inflation der Energiekosten geschwächt sind, Bedenken aus.

Eine unvermeidliche Steigerung

Der Durchschnittspreis pro Megawattstunde (MWh) Gas steigt von 115,7 Euro im Juni auf 129,2 Euro im Juli, was einem deutlichen Anstieg von 11,7 % entspricht. Dieser Anstieg ist auf eine ungünstige Wirtschaftslage zurückzuführen, die durch die Erholung der Gaspreise und die Aufwärtskorrektur der Verteilungstarife gekennzeichnet ist. Obwohl dieser Anstieg erheblich erscheint, ist zu beachten, dass der Preis laut CRE-Daten immer noch 3,5 % unter dem im Januar 2024 beobachteten Preis liegt.

Für Branchenexperten ist diese Preisrevision keine Überraschung. Tatsächlich ist die Volatilität der Energiepreise auf diesem Markt nichts Neues, da sie von verschiedenen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst wird. Der Konflikt in der Ukraine beispielsweise hat die Erdgasversorgung erheblich beeinträchtigt und den Druck auf die globalen Preise erhöht. Darüber hinaus steigen auch die Betriebskosten aufgrund der Notwendigkeit, die Erdgasverteilungsinfrastruktur zu modernisieren und erhöhte Sicherheits- und Wartungsanforderungen zu erfüllen.

Die Gründe für den Anstieg

Der Anstieg der Gaspreise im Juli 2024 ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: die Erholung der weltweiten Erdgaspreise und eine Neubewertung der Verteilungstarife durch Netzbetreiber. Die CRE erklärt, dass diese Anpassungen notwendig seien, um das finanzielle Gleichgewicht der Gasverteilungsinfrastrukturen in Frankreich aufrechtzuerhalten, die insbesondere von GRDF verwaltet würden. Dies hat zur Folge, dass die Mehrheit der 10 Millionen an das Gasnetz angeschlossenen Privatkunden diesen Anstieg in ihren Rechnungen sehen wird.

Der Anstieg der weltweiten Erdgaspreise hängt mit der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie zusammen, die zu einem Anstieg der Energienachfrage geführt hat. Vor allem Industrieländer haben ihre Produktion intensiviert, was zu einem erhöhten Bedarf an Erdgas führte. Gleichzeitig haben geopolitische Spannungen in Osteuropa die Gaslieferungen aus Russland, einem der Hauptlieferanten Europas, unterbrochen. Diese Kombination von Faktoren führte zu einem Anstieg der Preise auf den internationalen Märkten, der an die französischen Verbraucher weitergegeben wurde.

Damit die Franzosen das beste Angebot finden?

Angesichts dieser Situation empfiehlt Emmanuelle Wargon, Präsidentin der CRE, den Verbrauchern, „sich die Angebote genau anzusehen“ und „die Hilfe der Konkurrenz in Anspruch zu nehmen“, insbesondere auf der Grundlage des Online-Vergleichsportals Energy Mediator, um die besten Optionen zu finden günstigste Verträge.

Dieser Anstieg der Gaspreise erfolgt in einem bereits angespannten wirtschaftlichen Umfeld, in dem viele Haushalte Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen. Verbraucherverbände fordern mehr Wachsamkeit und Unterstützungsmaßnahmen für die am stärksten gefährdeten Haushalte, um eine Zunahme unbezahlter Rechnungen und Situationen der Energiearmut zu vermeiden. Den anspruchsvollsten Haushalten wird empfohlen, ihre Berechtigung für bestehende Sozialhilfe, beispielsweise den Energiecheck, zu prüfen, um die Belastung durch ihre Rechnungen zu verringern.

Bildnachweis: DR (illustratives Foto)
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