Berkshire Hathaway bevorzugt Öl gegenüber Strom

Berkshire Hathaway bevorzugt Öl gegenüber Strom
Berkshire Hathaway bevorzugt Öl gegenüber Strom
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Die Bewegung geht nicht in die Richtung der Geschichte, aber sie ist zweifellos pragmatisch. Letzte Woche reduzierte Berkshire Hathaway seinen Anteil am Kapital des Elektrofahrzeugherstellers BYD von 7,02 % auf 6,9 % und kaufte gleichzeitig 0,8 % der Anteile des amerikanischen Ölkonzerns Occidental Petroleum für mehr als 400 Millionen Dollar.

Warren Buffetts Appetit auf das schwarze Gold der USA ist nicht neu. Zusätzlich zu seinem Anteil an Occidental, der mittlerweile 29 % beträgt, hält das Unternehmen auch 6,8 % an Chevron, während sich die Branche in den Vereinigten Staaten in einer umfassenden Konsolidierungsbewegung befindet, in der die beiden Konzerne, an denen Berkshire Hathaway beteiligt ist, anderswo aufgelöst werden beschäftigt. Nach der Übernahme von Anadarko für 38 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 begann Occidental mit der Übernahme von CrownRock für 12 Milliarden US-Dollar. Chevron seinerseits ist dabei, Hess für mehr als 50 Milliarden US-Dollar in seine Hände zu bekommen.

Rückwärtsfahren bei Elektrofahrzeugen

Auch der Rückzug von BYD erscheint eher taktisch als strategisch. Die Holdinggesellschaft von Warren Buffet übernahm 2008 10 % des chinesischen Herstellers für 230 Millionen US-Dollar. Nach dem Preisanstieg, der sich seit 2020 versechsfacht hat, wird sein Anteil von 6,9 % auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Genug, um Gewinne mitzunehmen, zumal die Elektrofahrzeugbranche in den letzten Monaten unter Gegenwind gelitten hat.

In den USA hat Tesla in einem Jahr mehr als 30 % an der Börse verloren und der Hersteller Fisker hat sich gerade unter den Schutz des amerikanischen Insolvenzrechts gestellt. Auch chinesische Hersteller sind auf beiden Seiten des Atlantiks mit zunehmendem Protektionismus konfrontiert. Im vergangenen Mai vervierfachte die Biden-Regierung die Zölle auf Elektrofahrzeuge, und letzte Woche erhöhte die Europäische Union ihre Zölle um 10 Prozentpunkte auf 27-48 %.

Noch symbolischer ist, dass BYD im April auch den Platz des weltweit führenden Herstellers von Elektrofahrzeugen an Tesla verlor, dem der chinesische Konzern ihn Ende 2023 gestohlen hatte.

Zum 31. März konzentrierten sich 79 % des gesamten beizulegenden Zeitwerts von Berkshire Hathaway auf fünf Unternehmen: Apple für 135,4 Milliarden US-Dollar, Bank of America für 39,2 Milliarden US-Dollar, American Express für 34,5 Milliarden US-Dollar, Coca-Cola für 24,5 Milliarden US-Dollar und Chevron für 19,4 Milliarden US-Dollar Milliarde. Zum Schlusskurs vom 17. Juni wurde sein Anteil an Occidental Petroleum mit 15,5 Milliarden US-Dollar bewertet.

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