„Nebenlastzeiten werden wahrscheinlich geändert, um einer hohen Solarproduktion während des Tages zu entsprechen.“

„Nebenlastzeiten werden wahrscheinlich geändert, um einer hohen Solarproduktion während des Tages zu entsprechen.“
„Nebenlastzeiten werden wahrscheinlich geändert, um einer hohen Solarproduktion während des Tages zu entsprechen.“
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In diesem Interview mit Le Monde de l’Énergie, Anthony Dal Moro, Präsident des Energieberatungsunternehmens Alliance des Énergies, diskutiert eine mögliche Änderung des Zeitplans für die Stromstunden außerhalb der Spitzenzeiten.

Die Welt der Energie —Inwiefern stellt die Entwicklung der französischen Stromerzeugung mit einem Anstieg des Anteils von Photovoltaik und Windkraft den Kalender der Stromstunden außerhalb der Spitzenzeiten in Frage? Welchen Vorschlag hat die CRE gemacht, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen?

Anthony Dal Moro –Der Übergang zur französischen Stromproduktion zugunsten von Photovoltaik und Windkraft hat zu einer Neubewertung der Zeitfenster außerhalb der Spitzenzeiten geführt. Ursprünglich zur Förderung der Kern- und Wasserkraft in der Nacht positioniert, müssen diese Schwachlastzeiten angepasst werden, um der hohen Solarproduktion am Tag gerecht zu werden. Dieser Übergang ist durch die Verdoppelung der französischen Solarproduktion zwischen 2018 und 2023 gekennzeichnet.

Die Energy Regulatory Commission (CRE) hat Enedis gebeten, die Zeitfenster außerhalb der Spitzenzeiten sowie ihre Preisliste anzupassen. Im Falle einer Reform könnten die Preise noch attraktiver sein, um Verbraucher zu ermutigen, diese Preisoption zu abonnieren.

Die Welt der Energie —Was wäre der mögliche Zeitplan für dieses Update? Welchen Umfang hätte es?

Anthony Dal Moro –Der Zeitplan für die Umsetzung sei laut Le Figaro für das Jahr 2025 vorgesehen. Im Frühjahr und Sommer würden die Randzeiten zwischen 11 und 17 Uhr auf den Tag umgestellt, in der Nacht würden nur noch wenige Stunden beibehalten. Im Winter und Herbst würden sie jedoch für die Mehrheit der Verbraucher zwischen 20 und 8 Uhr bleiben.

Gewerbetreibende mit hohem Verbrauch, die zwangsläufig dem Saisonregime unterliegen, haben im Winter und Sommer bereits unterschiedliche Spitzen-/Nebenzeiten. Diese sollten sich logischerweise an die für Privatpersonen und Kleinunternehmen vorgesehenen Zeitfenster anpassen.

Dies ist jedoch nicht das einzige Update, das Sie erwarten können. Tatsächlich möchte Enedis ab dem 1. August 2024 die Saisonalität auf vier Zeiträume für Unternehmen mit geringem Verbrauch verallgemeinern. Diese Regelung galt bisher für Zähler über 36 kVA und gilt nun für alle professionellen Zähler.

Die Welt der Energie —Wie könnte eine solche Reform die Strategien stromintensiver Unternehmen aller Größenordnungen verändern?

Anthony Dal Moro –Im Frühling und Sommer müssen Unternehmen, vor allem stromintensive, ihre Strategien ändern und sich anpassen, indem sie ihre energieintensiven Aktivitäten mitten am Tag durchführen und dann im Winter zu ihrem gewohnten Prozess zurückkehren.

Mit anderen Worten: Die Anpassung des Verbrauchs an die Schwachlastzeit ist eine neue Möglichkeit für Fachleute, ihre Energiekosten zu senken.

Die Welt der Energie —Welche Konsequenzen hätte diese Reform für Unternehmen mit Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlagen? Könnte es diese Art von Ausrüstung fördern oder entmutigen?

Anthony Dal Moro –Da die Stunden außerhalb der Hauptverkehrszeiten hauptsächlich auf die Tagesstunden verschoben werden, werden Gewerbetreibende, die über eigene Solaranlagen verfügen, leider mit steigenden Abend- und Nachttarifen konfrontiert sein.

Allerdings bleibt die Photovoltaik eine schnell wachsende Lösung mit zahlreichen Vorteilen. Es ermöglicht Fachleuten, ihre Abhängigkeit vom Verteilungsnetz zu verringern, sie zusätzlich vor der Instabilität der Marktpreise zu schützen und an der Energiewende teilzunehmen. Dies ist auch eine der Hauptaufgaben von PEP,S, einer Marke der Alliance des Énergies, die Fachleute dabei unterstützt, ihr Solarinstallationsprojekt zum Erfolg zu führen.

Um den Energieverbrauch des Landes zu senken, ermutigt der französische Staat Unternehmen stets dazu, energieeffizient zu sein oder die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu verbessern, beispielsweise durch Renovierungsarbeiten oder die Installation eines GTB.

Auf der Solarseite ist die Installation von Photovoltaikanlagen für Unternehmen mit großer Fläche bereits Pflicht. Bis 2028 sollen alle neuen Gebäude mit einer Fläche von 500 bis 1.000 m², neue überdachte Parkplätze mit einer Fläche von 500 bis 1.000 m², bestehende Außenparkplätze mit einer Fläche von mehr als 10.000 m², bestehende überdachte Parkplätze mit einer Fläche von mehr als 500 m² und schließlich bestehende Außenparkplätze mit einer Fläche von 1.500 m² entstehen 10.000 m2 werden verpflichtet, auf ihrem Land Sonnenkollektoren zu installieren.

Die Nachttarifreform und andere Regelungen zugunsten der Energiewende dürften daher das Konsumverhalten der Verbraucher verändern.

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