In Belgien ist Stellantis nur ein Schatten seiner selbst

In Belgien ist Stellantis nur ein Schatten seiner selbst
In Belgien ist Stellantis nur ein Schatten seiner selbst
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Als Pilotland, insbesondere Österreich und die Niederlande, bei der Einführung des Vertriebsvertrags „New Retail Model“ (NRM), muss Belgien den Rückstand hinnehmen. Eine Erfahrung, die sich in ein Fiasko zu verwandeln scheint. Stellantis wurde in einem Markt, der um 0,48 % wuchs, misshandelt und musste einen Rückgang seines Marktanteils auf 11 % hinnehmen (im Vergleich zu 25 % im Jahr 2019).

In den ersten fünf Monaten des Jahres verzeichneten die Zulassungen der Marken der Gruppe historische Rückgänge: Peugeot verlor 43,1 %, Citroën 12,6 %. Auch Opel bleibt nicht verschont und verliert 40,37 %, während Jeep um 12,31 % zurückgeht. Laut Cadenza ist die Sanktion für Fiat (- 42 %), DS (- 49,8 %) und Alfa Romeo (- 35,15 %) endgültig. Bereits in diesem Winter berichteten die Händler von einem Rückgang der Neuwagenverkäufe der Konzernmarken um -50 %.

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Ein Scheitern des New Retailer Model (NRM)-Vertrags

Der Übergang vom Händlerstatus zum Status eines Einzelhändlervertreters ist ein kommerzieller Schmerz. Zur Erinnerung: Nach mehr als zwei Jahren angespannter Diskussionen und Konflikten mit seinen Händlernetzwerken in Europa hat Stellantis am 4. September endlich seinen neuen Einzelhandelsagenturvertrag eingeführt, mit einer Verzögerung von acht Monaten gegenüber dem ursprünglich geplanten Datum.

Inspiriert von Tesla verändert der Agentenvertrag das Wirtschaftsmodell des Automobilvertriebs grundlegend. Während beim Selektivvertriebsvertrag bisher der Händler ein unabhängiger Investor war, wird er nun zum Unternehmer und erhält für jedes verkaufte Neufahrzeug eine Provision.

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Ein System, das in Spanien auf 2026 verschoben wurde

Den Erfahrungen von Händlern in Belgien zufolge tauchen täglich zwei Hauptnegativpunkte auf. Zunächst einmal stellt der vom Hersteller im Rahmen dieses Vertrages geforderte Festpreis ein Kaufhindernis für verhandlungsfreudige Käufer dar. Ein weiteres angesprochenes Problem betrifft die mangelnde Vielfalt der ausgestellten Autos und Modelle. Darüber hinaus sind lokale Marketingkampagnen seltener, da Stellantis landesweite Aktivitäten bevorzugt, was zu einem Verlust an Nähe zwischen Händlern und ihren Kunden führt.

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Angesichts alarmierender Ergebnisse, auch aufgrund anhaltender IT-Probleme, die sich auf Bestellungen und Bestandsverwaltung auswirken, hat Stellantis bereits geplant, die Anwendung des Einzelhändlervertrags in Spanien auf 2026 zu verschieben. Es sei denn, er wird in Europa endgültig aufgegeben … wie JLR, Volvo oder sogar Ford.

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