Warum gibt es in Frankreich mehr Krebserkrankungen als in Europa?

Warum gibt es in Frankreich mehr Krebserkrankungen als in Europa?
Warum gibt es in Frankreich mehr Krebserkrankungen als in Europa?
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Dies ist eines der scheinbaren Paradoxe der europäischen Krebszahlen. Die Franzosen erkranken häufiger an Krebs als der Durchschnitt der anderen Einwohner der Europäischen Union: immerhin 8 % mehr. Dennoch ist die Krebssterblichkeit in Frankreich etwa im gleichen Ausmaß niedriger. Tatsächlich ist die 5-Jahres-Überlebensrate bei den häufigsten Krebsarten (Brust, Lunge, Darm, Prostata) insgesamt besser.

Diese Daten aus dem European Cancer Pulse, einem Barometer, das während des Europäischen Krebsgipfels 2022 erstellt wurde, zeigen einen recht guten Zugang zu fortgeschrittener Versorgung, aber eine unzureichende Prävention.

In ihrem jüngsten Länderbericht hebt die Europäische Krebsorganisation, die rund vierzig Fachgesellschaften und etwa zwanzig Patientenverbände zusammenbringt, mehrere französische Besonderheiten hervor: Das Rauchen ist immer noch massiv verbreitet, wobei ein Viertel der Raucher (im Vergleich zu 18 % in Europa) zu Raucherkrankheiten führt insbesondere 45.000 jährliche Todesfälle (von etwa 155.000 Krebstodesfällen).

Mangel an Onkologen

Der Bericht stellt auch eine besonders geringe Zahl von Onkologen fest, wobei der Anteil der Krebsspezialisten mehr als doppelt so niedrig ist wie der EU-Durchschnitt (1,52 pro 100.000 Einwohner, verglichen mit 3,76 in Europa). Eine eindeutige Ursache für Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Dieser besorgniserregende Mangel an onkologischem Personal ist einer der Punkte, die im „Europäischen Manifest gegen Krebs“ hervorgehoben werden, das die Organisation am Montag vor den Europawahlen veröffentlichte und für die künftige Kommission bestimmt war.

Abschirmung auf Halbmast

Die andere große Priorität sei ihrer Meinung nach das Screening, das in Frankreich noch nie eine Stärke gewesen sei. Abgesehen von Gebärmutterhalskrebs liegt Frankreich bei anderen organisierten Vorsorgeuntersuchungen unter dem Durchschnitt. Nur 34 % bei Darmkrebs (durchschnittlich 36 % in Europa), während in einigen Ländern 80 % erreicht werden. Dieser Wert ist seit 2010 zurückgegangen, während er in den meisten europäischen Ländern zugenommen hat.

Noch deutlicher ist dies bei Brustkrebs (46,9 % im Vergleich zu 54 % in der EU), wo seit 2012 ein kontinuierlicher Rückgang der Vorsorgeuntersuchungen zu verzeichnen ist. Bei der Lungenkrebsvorsorge warten wir immer noch auf die wirksame Umsetzung des Pilotprojekts, das von der EU gestartet werden soll Nationales Krebs Institut. Am Montag begrüßte er den zufriedenstellenden Fortschritt der im Jahr 2021 gestarteten Zehnjahresstrategie.

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