Ultragewalt vor dem Hintergrund des Drogenhandels, von Antwerpen über Brüssel nach Rouen: Der Krieg verloren?

Ultragewalt vor dem Hintergrund des Drogenhandels, von Antwerpen über Brüssel nach Rouen: Der Krieg verloren?
Ultragewalt vor dem Hintergrund des Drogenhandels, von Antwerpen über Brüssel nach Rouen: Der Krieg verloren?
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2 Minuten und Staub. Es brauchte nicht mehr, um Mohamed Amra, bis dahin ein gewöhnlicher Straftäter, zum Staatsfeind Nummer 1 in Frankreich zu machen. Diese Zeitspanne und die schrecklichen Bilder, die sie begleiten, wenn sie noch nötig wären, veranschaulichen das Ausmaß, in dem eine ebenso kalte wie blutige Ultragewalt in unsere Rechtsstaaten eingegriffen hat.

Um 11 Uhr morgens stürmten in der grauen Normandie an der Mautstelle Incarville fünf mit Kriegswaffen ausgerüstete, informierte und vorbereitete Männer den Transporter, der den Häftling Amra, bekannt als „La Mouche“, mitten im Drogenhandel begleitete. dessen angeblicher Schauspieler er ist. Sie beschossen dort um jeden Preis kalt und mit Maschinengewehren, während sie eine Barrierenuntersuchung durchführten. Bevor der Flüchtling exfiltriert wird. Als wäre nie etwas passiert. Medellin, zur Zeit Escobars. Ergebnis ? Ein Gefängnisbeamter hinterlässt zwei Töchter. Eine andere, eine Frau, die im fünften Monat schwanger ist. Drei weitere sind nicht über den Berg.

Angriff auf einen Gefängnistransporter in Frankreich: Wer ist Mohamed Amra alias „La Mouche“, der Insasse, der mit den Angreifern geflohen ist?

In dieser brutalen Realität gibt es dieselbe Geißel, die Kugeln in den Körper eines 11-jährigen Mädchens in Merksem (Antwerpen) treibt oder die sie allzu oft auf den Straßen von Brüssel niederprasseln lässt: den Drogenhandel. Wer sich in Dubai organisiert, durch Antwerpen fährt, erreicht Brüsseler Hotspots sowie in belgischen oder französischen Großstädten und Vororten oder lässt sich diese sogar im Uber-Modus über Snapchat liefern.

Um den Drogenhandel zu bekämpfen, bedarf es ausreichender und koordinierter Generäle (Polizei, Ermittler, Richter, Gerichte), eines alle Fronten berücksichtigenden Schlachtplans (Korruption, Kriminalität, Prävention, internationale Abkommen) und einer Konfliktökonomie. Ohne dies besteht die Gefahr, dass der aktuelle Krieg zum verlorenen Krieg wird.

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