Beat Jans startet Solidaritätsaufruf: „Gemeinsam wird es besser“

Beat Jans startet Solidaritätsaufruf: „Gemeinsam wird es besser“
Beat Jans startet Solidaritätsaufruf: „Gemeinsam wird es besser“
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Bundesrat Beat Jans hat am Mittwoch anlässlich der Maifeierlichkeiten auf dem Bundesplatz in Bern einen Aufruf zur Solidarität lanciert. „Gemeinsam wird es besser“, sagte er und verwies auf die vielen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, die auf die Schweiz warten.

Dazu gehörten die Senkung der Krankenkassenprämien und die Erhöhung der Löhne, sagte er. Auch die Schweiz braucht starke Beziehungen zu Europa, insbesondere im Hinblick auf den Lohnschutz.

Für den Basler zeigt auch die jüngste Verurteilung der Schweiz wegen Klimauntätigkeit durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, dass wir es gemeinsam besser machen können. Dies ist kein Urteil „gegen“ die Schweizer Bevölkerung, sondern „für“ die Schweizer Bevölkerung.

„Der Welt geht es schlecht“

Gemeinsam hätten Rentner auch zum Durchbruch der 13. AHV-Rente bei den eidgenössischen Abstimmungen am 3. März beigetragen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD).

In seinen Augen ist Solidarität notwendig, denn der Welt geht es schlecht. „Krisen, Klima, Katastrophen, Kriege.“ In der Ukraine und im Nahen Osten. Menschen verzweifeln, leiden, sterben. Tausende. Jeden Tag. „Es ist einfach unerträglich“, erinnert er sich.

Die Welt brennt und den Menschen in der Schweiz geht es gut. Es sei gefährlich zu glauben, es gäbe kein Feuer, weil das eigene Haus nicht brenne, warnte der Basler.

Der Slogan „Gemeinsam macht die Dinge besser“ ist in Zeiten wie diesen eigentlich eine Untertreibung. Wir sollten lieber sagen: „Nur gemeinsam wird es besser.“ Globale Probleme können nur gemeinsam gelöst werden. ‘Lass uns zur Arbeit gehen! Gemeinsam“, schloss Herr Jans.

Pfiffe und Buhrufe

Nicht alle Teilnehmer stimmten mit dem Minister für Justiz und Polizei überein. Sein Eingreifen löste einige Pfiffe und Buhrufe aus. Herr Jans reagierte, indem er die Kritiker, meist junge Leute, zu einer Diskussion einlud. „Ich verstehe die Sprache der Pfeifen nicht sehr gut“, sagte er.

Zuvor waren mehrere hundert Menschen mit den Gewerkschaften durch die Stadt Bern zum Bundesplatz marschiert, hinter Transparenten, auf denen insbesondere „Prämien senken, Löhne erhöhen“, das offizielle Motto dieses Mobilisierungstages, verkündet wurde.

/ATS

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