Aber warum ist es auf der Venus jetzt so trocken?

Aber warum ist es auf der Venus jetzt so trocken?
Aber warum ist es auf der Venus jetzt so trocken?
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Lesezeit: 2 Minuten – Gefleckt an der University of Colorado Boulder

Warum ist die Atmosphäre der Venus so trocken? Weil es dort fast 500°C hat? Sicherlich, aber nicht nur das. Da ist noch etwas anderes. Laut einem auf der Website der University of Colorado Boulder veröffentlichten Artikel handelt es sich bei diesem „etwas anderen“ um ein Wasserstoffleck. Den Wissenschaftlern ist klar: Ein Planet, der seinen Wasserstoff nicht speichern kann, ist nicht bewohnbar.

Forscher der University of Colorado Boulder haben den Grund für die extreme Trockenheit der Venus entdeckt. Ihnen zufolge durchläuft der zweite Planet im Sonnensystem einen Prozess der Rekombination von Ionen in seiner Atmosphäre, der für den massiven Wasserverlust des nun völlig unbewohnbaren Sterns verantwortlich ist. Die Astrophysikerin Eryn Cangi und ihre Kollegen enthüllten die Ergebnisse ihrer Arbeit am 6. Mai in der Fachzeitschrift Nature.

In der oberen Atmosphäre der Venus gibt es Kationen (Ionen, die eine oder mehrere positive elektrische Ladungen tragen), die durch die Wechselwirkung von Kohlendioxid (CO2) mit den Sonnenstrahlen entstehen. Wenn sie auf ein Elektron treffen, rekombinieren und zerfallen sie. Dabei entweicht ein Teil der Wasserstoffatome aus der Atmosphäre. Und ohne „H“ kein H2O (Wasser) mehr.

Dieser Prozess der dissoziativen Rekombination von HCO+-Kationen würde dazu führen, dass fast doppelt so viele Wasserstoffatome in den Weltraum fliegen wie bisher angenommen. Diese neue Studie würde somit den Schleier über eines der Geheimnisse lüften „Die Geschichte des Wassers auf der Venus“.

Eine nasse Vergangenheit

Die Venus war nicht immer eine karge Wüste. Es wird geschätzt, dass der Planet vor Milliarden von Jahren, als er entstand, etwa so viel Wasser enthielt wie die Erde. Im Laufe seiner Geschichte lösten Kohlendioxidwolken in der Atmosphäre einen spektakulären Treibhauseffekt aus, der dazu führte, dass die Oberflächentemperaturen auf bis zu 480 °C anstiegen und Wasser verdunstete.

Diese Trockenheit würde daher durch dieses Phänomen der dissoziativen Rekombination von Kationen verstärkt, selbst wenn derzeit keine Messung von HCO+-Ionen um die Venus durchgeführt wurde. Zukünftige Weltraummissionen müssen daher versuchen, diese Theorie zu bestätigen (für den Mars gibt es derzeit jedoch nur eine).

Dies wird uns dazu zwingen, ein wenig mehr über eine mögliche Kolonisierung der Venus nachzudenken, die Literatur und Kino seit langem für möglich gehalten haben: ein benachbarter, tellurischer Planet, ähnlich groß wie die Erde … Es war ein Traum.

Umso schlimmer für die Kolonisierung der Venus (gleichzeitig entspricht ein Tag auf der Venus etwa 243 Erdentagen, also viele Tage), aber als Erdenmensch werden wir uns selbst dazu beglückwünschen, einen Planeten gefunden zu haben das im Hinblick auf die globale Erwärmung schlechter abgeschnitten hat als wir.

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