Schlag | Schweiz – Ungarn: das Spiel der großen Vergebung

Schlag | Schweiz – Ungarn: das Spiel der großen Vergebung
Schlag | Schweiz – Ungarn: das Spiel der großen Vergebung
-

557 Tage nach dem Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2022 in Katar gegen Portugal hat die Schweiz die Chance, die Herzen ihrer Fans zurückzugewinnen. Ein Erfolg an diesem Samstag in Köln gegen Ungarn im ersten Spiel der EM 2024 wird uns das desaströse 6:1 im Lusail-Stadion vergessen lassen.

Dieses 47. Spiel zwischen der Schweiz und Ungarn in der Geschichte wird für Murat Yakin und Granit Xhaka ein Spiel großer Vergebung sein. Der Trainer und sein Kapitän, die jetzt wie die fünf Finger einer Hand vereint sind, wenn wir ihre gehämmerte Rede in diesem Jahr hören, können uns am Samstagnachmittag ihre infantilen Streitereien vergessen lassen, die die Atmosphäre der Mannschaft seit Monaten belastet haben.

Die beiden Männer wissen vor allem, dass ein Sieg in diesem ersten Spiel praktisch die Qualifikation für das Achtelfinale sichert, mit einer Formel, die nur acht der 32 Teams ausscheiden wird, die in dieser Gruppenphase antreten. Vor allem wird es den Spielern enormes Selbstvertrauen einflößen, bevor sie am Mittwoch gegen Schottland antreten, das auf dem Papier schwächste Team in dieser Gruppe A, und natürlich am 23. Juni in Frankfurt gegen Deutschland in einem Duell der Nachbarn, das die ganze Leidenschaft entfesseln wird Land.

Nichts von einer Vogelscheuche

Es bleibt nur noch, Ungarn zu schlagen, um wie 2006 einen wunderschönen Sommertraum in Deutschland zu erleben. Die Aufgabe ist alles andere als unüberwindbar. Die seit 2018 vom Italiener Marco Rossi angeführte Auswahl, die in der Vorrunde in einer Gruppe mit Serbien, Montenegro, Litauen und Bulgarien ungeschlagen blieb, genießt einen gewissen Respekt. Aber sie ist keine Vogelscheuche.

Sein Spielleiter Dominik Szoboszlaj verletzte sich im letzten Vorbereitungsspiel, nachdem er am Saisonende seinen Startplatz bei Liverpool verloren hatte. Es ist wie die Schweizer Mannschaft im 3-4-2-1-System organisiert und weist keine nennenswerten Besonderheiten auf.

Man sollte jedoch bedenken, dass die Schweiz am Samstag zum Auftakt einen italienischen Meister – Yann Sommer –, einen englischen Meister – Manuel Akanji – und einen deutschen Meister – Granit Xhaka – in ihren Reihen haben wird. Wenn sie sich in der gleichen Liga weiterentwickeln wie in ihrem Verein, werden die drei Männer dem Schweizer Team eine aussergewöhnliche Grundlage bieten, denn sie waren noch nie so stark wie in diesem Jahr 2024.

Ein Schweizer, der auch sehr gut zu spielen weiß

Das einzige zu lösende Problem für Murat Yakin besteht darin, die richtige Offensivanimation zu finden, um sowohl kollektive als auch unbestreitbare individuelle Überlegenheit zu erreichen. Mit Silvan Widmer und Dan Ndoye sieht sich der Trainer auf den Gängen ausreichend gerüstet.

Im Angriff werden sicherlich Xherdan Shaqiri und Zeki Amdouni zum Einsatz kommen, um die Ausfälle von Breel Embolo und Steven Zuber zu kompensieren. Die Basler und Genfer haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie ein Paar bilden können. Niemand kann Shaqiris brillanten Pass für Amdouni vergessen, der der Schweiz letztes Jahr in Luzern gegen Rumänien die 2:0-Führung bescherte.

Bis zur 89. Minute war diese Begegnung vom 19. Juni 2023 eine der schönsten, die Murat Yakins Schweiz geliefert hatte, natürlich mit dem 1:1 in Rom sieben Monate zuvor. Diese schönen Erinnerungen erinnern uns daran, dass die Schweizer Mannschaft auch sehr gut Fußball spielen kann. Es liegt an ihr, es diesen Samstag erneut zu beweisen, um endlich ein Ende mit dem traurigen Epilog der letzten Weltmeisterschaft zu schaffen.

-

PREV Auf den Tag genau vor 100 Jahren wurde in Reims das Denkmal für die Schwarze Armee eingeweiht
NEXT Gesetzgebung. Auf dem Weg zu einer absoluten Mehrheit für die Nationalversammlung in der Versammlung?