Der Kanton St. Gallen und die Stadt Wil (SG) feierten am Donnerstag die Wahl von Karin Keller-Sutter zur Bundespräsidentin. Mit einem Sonderzug kam die Bundesrätin in ihrer Heimatstadt an. Die Behörden rollten ihm den roten Teppich aus.
Der Finanzminister besuchte in Begleitung einer grossen Delegation die Ostschweiz. Karin Keller-Sutter wird die Nachfolgerin der Walliserin Viola Amherd als Bundespräsidentin.
Schulkinder, der Stadttrommler und eine Folkloregruppe begleiteten Karin Keller-Sutter durch die Wiler Gassen vom Bahnhof bis in die Altstadt. Hier finden die Feierlichkeiten statt.
Schürze „gebraucht und bereits bezahlt“
Viola Amherd schenkte der künftigen Präsidentin die Schürze mit der Aufschrift „Just a girl who loves pigs“, die sie letzten Herbst bei ihrem Besuch im Olma in St. Gallen zum traditionellen Fototermin mit einem Ferkel trug.
Die Schürze ist „gebraucht und bereits bezahlt“. „Sie können den Geschenkposten des Präsidenten aus dem Budget streichen“, sagte der amtierende Präsident scherzhaft zum Finanzminister.
2018 in den Bundesrat gewählt
Karin Keller-Sutter ist in Wil aufgewachsen. Dort begann sie ihre politische Karriere als Liberal-Radikale im städtischen Parlament. Von 2000 bis 2012 war sie Regierungsrätin des Kantons St. Gallen. Sie war Mitglied des Ständerats, bevor sie 2018 in den Bundesrat gewählt wurde.
Karin Keller-Sutter wurde am 11. Dezember von den Bundeskammern zur Bundespräsidentin gewählt. Die letzte St. Galler Präsidentschaft der Eidgenossenschaft geht auf Kurt Furgler vor 40 Jahren zurück.
ats/lan
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