Loire. Vor 30 Jahren kam es in Saint-Chamond zu einem gewalttätigen Überfall mit Geiselnahme

Loire. Vor 30 Jahren kam es in Saint-Chamond zu einem gewalttätigen Überfall mit Geiselnahme
Loire. Vor 30 Jahren kam es in Saint-Chamond zu einem gewalttätigen Überfall mit Geiselnahme
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„Saint-Chamond war am Samstagmorgen in Aufruhr. Die Filiale der Caisse d’Épargne am Place de la Liberté war gerade von mindestens drei Personen ausgeraubt worden, direkt vor den Augen der vielen Passanten und Messearbeiter, die auf dem Samstagsmarkt anwesend waren. »

daher Sonntagszentrum fasste in seiner Ausgabe vom Sonntag, 19. Juni 1994, den gewagten Raubüberfall zusammen, der am Tag zuvor in der Stadt Couramiaude verübt wurde.

Doch der sorgfältig vorbereitete Fall hatte bereits mehrere Stunden vor dem Überfall begonnen.

Die Familie des Bankiers wurde im Kofferraum eines Autos beschlagnahmt

Alles beginnt gegen 2 Uhr morgens in der Forez-Ebene. Mehrere Personen brechen in eine Villa in Veauche ein. Hier wohnt der Direktor der Caisse d’Epargne de Saint-Chamond.

„Schwer bewaffnet entführten sie dann die Familie des Bankiers: seine Frau und seine beiden Kinder, ein Mädchen und einen Jungen im Alter von 17 bzw. 14 Jahren“, erklärt unsere Journalistin Françoise Salle.

Vier Stunden lang wird der ganzen Familie Respekt entgegengebracht. Dann, gegen 6 Uhr morgens, wurden die beiden Kinder gefesselt und im Kofferraum ihres Renault R21 eingesperrt, während Vater und Mutter im Kofferraum des zweiten Autos der Familie, eines Renault Clio, beschlagnahmt wurden.

Anschließend setzten sich die Schläger ans Steuer der beiden Fahrzeuge und stürmten nach Saint-Chamond.

800.000 Franken in bar

„Die Diebe waren offenbar gut informiert und stellten sicher, dass sie kurz vor der Öffnung der Tresore am Liberty Square eintrafen. Aus technischen Sicherheitsgründen können die Tresore nämlich nicht vor einer bestimmten Zeit aufgeschlossen werden“, erzählt unser Journalist.

Die Räuber nahmen sich auch die Zeit, ein Schild an der Tür der Agentur anzubringen, mit dem Hinweis, dass die Agentur ihre Türen ausnahmsweise aufgrund eines Computerausfalls erst um 8:45 Uhr öffnen würde.

Gegen 8 Uhr morgens wurden zwei Bankangestellte bei ihrer Ankunft an ihrem Arbeitsplatz als Geiseln genommen. Wenige Minuten später verließen die drei Räuber schließlich die Bankfiliale: Sie erbeuteten knapp 800.000 Franken und entwendeten das Bargeld aus den Tresoren und dem Geldautomaten.

Verlassene Autos auf der Straße

Verkleidet und mit Perücken bestückt fliehen die drei Räuber.

Ein paar Minuten später fanden wir die beiden Autos des Bankiers verlassen in der Rue Jean-Dugas. Im Kofferraum bleiben die Kinder und die Frau des Bankiers unverletzt. Doch die Affäre schockiert die gesamte Region mit der Gewalt des Modus Operandi.

Ein Präzedenzfall in Chavanay, ein Jahr zuvor

Bereits am Freitag, dem 5. März 1993, hatte ein weiterer Überfall mit Geiselnahme die Schlagzeilen erschüttert. In der Stadt Chavanay ereigneten sich die Ereignisse: Ein Einzeltäter war in eine Agentur der Crédit Agricole eingedrungen, hatte sich unter Androhung einer abgesägten Schrotflinte 30.000 Franken in der Kasse aushändigen lassen und war geflüchtet den Citroën GS des stellvertretenden Direktors der Agentur und nimmt diesen als Geisel.

Das Opfer wurde schließlich kurz darauf auf den Höhen der Stadt ausgesetzt: Sie war im Kofferraum ihres Autos eingesperrt.

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