DER NIGER UNTERWASSER | SenePlus

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Seit Ende Mai wird Niger von heftigen Regenfällen heimgesucht.

Die heftigen Regenfälle in Niger und die dadurch verursachten schweren Überschwemmungen haben seit Ende Mai bereits 21 Todesfälle und fast 6.000 Opfer gefordert, während die Regenzeit gerade erst begonnen hat, wie Beamte am Donnerstagabend veröffentlichten.

„Stand 20. Juni waren im gesamten Gebiet (…) 5.926 Menschen betroffen, 21 starben, darunter 8 durch Ertrinken und 13 durch Einsturz von Häusern“, gab der Generaldirektor des nigerianischen Katastrophenschutzes, Oberst Boubacar, bekannt Bako. Es seien 26 Verletzungen zu verzeichnen und fast 4.000 Rinder seien durch die Überschwemmungen dezimiert worden, fügte er hinzu.

Die Hauptstadt Niamey bleibt vorerst verschont

Die Region Maradi (Süd-Zentral) sei mit 14 Todesfällen und 2.404 Opfern am stärksten betroffen, sagte Oberst Bako. Die Hauptstadt Niamey und ihre zwei Millionen Einwohner, die normalerweise von tödlichen Überschwemmungen heimgesucht werden, bleiben vorerst verschont. Seit mehreren Tagen versenden die Behörden SMS-Nachrichten, in denen sie die Menschen auffordern, „in Sicherheit zu bleiben“, „den Viehbestand zu sichern“ und im Notfall den Rettungsdienst unter einer gebührenfreien Nummer anzurufen.

Die Regenzeit dauert von Juni bis September und fordert in Niger regelmäßig Todesfälle, auch in den Wüstengebieten dieses Landes mit meist trockenem Klima. Besonders tödlich war es im Jahr 2022 mit 195 Toten und 400.000 Opfern.

Nach Angaben des nigerianischen Innenministeriums forderten Überschwemmungen im Jahr 2023 52 Todesopfer, 80 Verletzte und 176.000 Opfer. Nach Angaben des nigerianischen Wetterdienstes sind diese heftigen Regenfälle auf den Klimawandel zurückzuführen, der dieses Dreiviertel-Wüstenland seit Jahren beeinträchtigt.

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