Das 360°-Video zum Schwimmenlernen

Das 360°-Video zum Schwimmenlernen
Descriptive text here
-

Lionel Roche, Professor am Department of Physical Activity Sciences der UQAM, hat in Frankreich vier Jahre lang an der Verwendung von 360-Grad-Videos gearbeitet, um Aquaphobie – die Angst vor Wasser – bei Kindern zu reduzieren. Mithilfe von Virtual-Reality-Headsets oder 360-Grad-Videos werden die Schüler durch Videos, die im Meer oder in Schwimmbädern gefilmt wurden, unter Wasser transportiert. Zusätzlich zum visuellen Aspekt lässt uns der Umgebungsklang in das Meeresuniversum eintauchen.

Bei einem von Noovo Info durchgeführten Test führte uns auch ein Weg in die Tiefe und beschrieb die Umgebung. „Ziel ist es, den Schülern die Angst vor Wasser zu nehmen, damit sie leichter schwimmen lernen“, erklärt Herr Roche.

In Frankreich durchgeführte Tests führten zu dem Schluss, dass aquaphobe Schüler durch den Einsatz dieser Simulation weniger Angst vor Wasser haben und mehr Begeisterung für die Idee des Schwimmens zeigen. Das Team von Professor Roche wurde für seine Arbeit im vergangenen Herbst außerdem vom Bildungsministerium und dem Wissenschaftlichen Rat für nationale Bildung Frankreichs mit einem Preis ausgezeichnet.

Ein Problem der öffentlichen Gesundheit

Im Jahr 2023 wurden in Quebec 82 Ertrunkene registriert, 21 mehr als im Vorjahr. Die Lösung, diesem Anstieg entgegenzuwirken, liegt laut Lionel Roche in der Fähigkeit der Lehrer, allen ihren Schülern das Schwimmen beizubringen.

So lernen angehende Sportlehrer an der UQAM nicht nur den Umgang mit 360°-Videos, sondern auch, diese selbst zu erstellen.

Herr Roche möchte diese Technologie durch eine Partnerschaft mit der Federation of Physical Educators and Teachers of Quebec mehr Lehrern zugänglich machen.

Damit das Eintauchen effektiv ist, müssen die im Video dargestellten Bedingungen den Wassersituationen, denen zukünftige Schwimmer ausgesetzt sein werden, sehr ähnlich sein. „Wir können Quebecer Schwimmern kein französisches Schwimmbad oder einen französischen Ozean zeigen“, betont Herr Roche. „Das gezeigte Video muss das Schwimmbad zeigen, in dem der Schüler schwimmen wird“, sagte er. „Es ermöglicht ihm, Höhlen zu bauen und zu sehen, was sich wirklich unter Wasser befindet.“ Aus diesem Grund lernen UQAM-Studierende, ihre eigenen 360-Grad-Videos zu erstellen.

Ein innovatives Projekt

Die Technologie wird in dieser Sitzung zum ersten Mal bestimmten Studenten im Bachelorstudiengang „Physical Activity Intervention“ an der UQAM vorgestellt.

Das Projekt zielt auch darauf ab, Technologie in anderen Lernaktivitäten einzusetzen. Der Professor möchte den Einsatz von 360°-Videos auf die körperliche und geistige Vorbereitung von Sportlern, aber auch künftigen Lehrkräften ausweiten. 360-Grad-Videos könnten beispielsweise zur Simulation eines Unterrichtskontexts verwendet werden, bevor Studenten zu einem Praktikum geschickt werden.

Angesichts des Lehrermangels glaubt Herr Roche, dass die Verbesserung der ersten Unterrichtserfahrungen junger Lehrer ihrem Rückzug aus dem Beruf entgegenwirken könnte.

-

PREV Browserbasierte IDE: Googles Project IDX ist jetzt in der öffentlichen Betaversion verfügbar
NEXT Laut The Information will Apple im Jahr 2025 ein dünneres iPhone herausbringen