Die Inflationsrate in Ungarn steigt im April leicht auf 3,7 %

Die Inflationsrate in Ungarn steigt im April leicht auf 3,7 %
Die Inflationsrate in Ungarn steigt im April leicht auf 3,7 %
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Nach 14 Monaten des Rückgangs stieg die Inflationsrate in Ungarn wieder an.

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Die Preise in Ungarn stiegen im April leicht an, nachdem sie mehr als ein Jahr lang gesunken waren; Nach Angaben des ungarischen Statistischen Zentralamts lag die jährliche Inflationsrate bei 3,7 %, ausgehend von einem über dreijährigen Tief von 3,6 % im Vormonat.

Im Vergleich zum März stiegen die Preise um 0,7 %, nachdem zuvor ein Anstieg von 0,8 % verzeichnet worden war.

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Im Jahresvergleich verteuerten sich Dienstleistungen um 9,5 %, die Mieten stiegen dabei um 14 %. Die Treibstoffpreise sind 6,6 % teurer als vor einem Jahr und 3,5 % teurer als im Vormonat.

Dagegen wurden Haushaltsstrom, Gas und andere Brennstoffe um 4,5 % günstiger. Die Preise für alkoholische Getränke und Tabak stiegen um 3,8 %, Arzneimittel verteuerten sich um 7,3 %.

Die Lebensmittelinflation, die im vergangenen Jahr einer der Haupttreiber des zweistelligen Preisanstiegs in Ungarn war, ist zuletzt deutlich zurückgegangen und lag im April bei 1 %. Innerhalb dieser Kategorie stiegen die Preise für Zucker um mehr als 30 % und für Schokolade und Kakao um 9,2 %, während die Preise für Eier unter anderem um 20,3 % sanken.

Die jährliche Kerninflation, ohne volatile Posten wie Lebensmittel- und Energiepreise, lag im April 2024 bei 4,1 %, verglichen mit 4,4 % im Vormonat.

Diese Zahl ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung der Ungarischen Nationalbank (MNB), die seit Oktober 2023 damit begonnen hat, den Leitzins schrittweise zu senken.

Der aktuellen Prognose der MNB zufolge wird der aktuelle Rückgang der Kerninflation im zweiten Quartal 2024 aufhören und für den Rest des Jahres voraussichtlich zwischen 4,5 % und 5 % schwanken.

Das mittelfristige Inflationsziel der MNB liegt bei 3 %, darüber hinaus gibt es eine zusätzliche Toleranzbandbreite von 1 %.

Daher wurde die schrittweise Lockerung der ungarischen Geldpolitik im April fortgesetzt, als die MNB ihren Zinssatz um 50 Basispunkte auf 7,75 % senkte. Bis Ende Juni rechnet der Markt mit einem Zinssatz von etwa 6,5 ​​bis 7 %, allerdings warnte eine Analyse von ING, dass sich das Tempo der Kürzungen verlangsamen könnte.

Unterdessen erwartet die ungarische Regierung für dieses Jahr ein BIP-Wachstum von 2,5 %, bevor sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 auf 4 % beschleunigt.

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