Wir lesen „Das Lied der Bücher“ von Gérard Guégan, einen Spaziergang durch die Bücher und literarischen Begegnungen, die ihn geprägt haben

Wir lesen „Das Lied der Bücher“ von Gérard Guégan, einen Spaziergang durch die Bücher und literarischen Begegnungen, die ihn geprägt haben
Wir lesen „Das Lied der Bücher“ von Gérard Guégan, einen Spaziergang durch die Bücher und literarischen Begegnungen, die ihn geprägt haben
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Es ist immer eine Freude, Gérard Guégan dabei zuzuhören, wie er von seinen Erinnerungen erzählt. Er hatte es bereits auf den Seiten von „Inflammables“ oder „A Horseman Overboard“ getan. Hier ist er und bringt dieses Mal die Zeit an die Oberfläche, als er ein kleiner Junge war, der nicht gern zur Schule ging, sondern lieber las. Ein ungestraftes Laster, das dank eines Bandes aus der Grünen Bibliothek entdeckt wurde.

Dieser Sohn eines Bäckereiarbeiters, der alle zwei Jahre arbeitslos war, besuchte häufig das Amerikanische Kulturzentrum in Marseille, wo flüchtig eine „umwerfende“ Bibliothekarin tätig war, ebenso wie ein erstaunlicher Antiquariatsladen mit dem köstlichen Namen La Dénicheuse. Der Glückliche hatte sogar die Ehre, zusammen mit einigen Kameraden von einem „sartrischen Französischlehrer“ ausgewählt zu werden, Jean Giono in seinem Haus in Manosque zu besuchen. Was Giono an diesem Tag zugab, ein Lügner und „neugierig wie ein Eichhörnchen“ zu sein.

Literarische Spuren

Guégan, folgen wir ihm hierher und gehen nach Paris, um bei „L’Humanité“ anzuheuern, uns mit Jean-Jacques Schuhl zu unterhalten und uns mit Jean-Pierre Enard anzufreunden. Der Autor von „La Ligne de coeur“ und „Le Dernier Dimanche de Sartre“, neu veröffentlicht bei Finitude, mit dem er nie gesprochen hat. Der ehemalige Mitarbeiter von „Sud Ouest Dimanche“ lässt sich sein Porträt von Florence Delay nicht entgehen, der Schriftstellerin, Übersetzerin von José Bergamin und späteren Akademikerin, deren „Feinheit des Geistes“ er bei einem japanischen Mittagessen und in einem Café in der Nähe des Königspalastes lobt . Auch nicht die von Michel Mohrt, ebenfalls Schriftsteller, Übersetzer und Akademiker, dem wir einige allzu vergessene Bücher verdanken, aber auch den Eintrag eines gewissen Philip Roth in den Katalog der Gallimard-Ausgaben.

Immer wachsam, gesteht Gérard Guégan am Ende des Bandes, dass er Rimbaud treu geblieben ist, dessen Spuren er nach Charleville-Mézières gesucht hatte. Dem belebenden Lied dieses jungen grünen Mannes mangelt es nicht an Anziehungskraft. Und macht Lust, sofort wieder in die Seiten von Armand Robin, Gérald Neveu, William Humphrey oder Rolo Diez einzutauchen.

„Das Lied der Bücher“ von Gérard Guégan, Hrsg. Grasset, 138 S., 16 €, E-Book, 10,99 €.

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