Delphine Bachmann: „Genf muss besser verkaufen“

Delphine Bachmann: „Genf muss besser verkaufen“
Delphine Bachmann: „Genf muss besser verkaufen“
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Innovation und Beschäftigungsfähigkeit. Dies sind die Schlüsselwörter, die die Politik des Ministeriums für Wirtschaft und Beschäftigung (DEE) während der Legislaturperiode leiten werden. Staatsrätin Delphine Bachmann hat an diesem Freitag ihre Prioritäten für die DEE-Roadmap bis 2028 bekannt gegeben. Die Ministerin will die Stärken des Kantons und seines „wirtschaftlichen Ökosystems“ (Finanzierung, Ausbildung, Rahmenbedingungen) nutzen. „Wenn Genf attraktiv ist, muss es sich besser verkaufen“, sagte sie. Daher wird eine „territoriale Marketingstrategie“ entwickelt, die Innovationen hervorhebt. Ende Mai und im Herbst werden Treffen mit den betroffenen Stakeholdern „im Herzen der Unternehmen“ stattfinden, um Bilanz zu ziehen und „zu sehen, was funktioniert und was nicht“. Es wird ein Aktionsplan entwickelt.

Andererseits möchte die Leiterin des DEE das Potenzial des Biotech-Campus weiterentwickeln, ein „Nugget“, das ihrer Meinung nach heute noch nicht ausreichend genutzt wird. Ziel ist die Erzielung kommerzieller Innovationen im Bereich der Lebenswissenschaften, insbesondere der Neurowissenschaften. Dabei geht es darum, Projekte von der Idee bis zur Vermarktung zu unterstützen, beispielsweise indem Start-ups Räumlichkeiten und Ausstattung „zu angemessenen Preisen“ zur Verfügung gestellt werden.

Bei der Beschäftigung will der Staatsrat „die gesuchten Profile und die der Arbeitssuchenden besser aufeinander abstimmen“. Derzeit gibt es 15.000 davon. Unternehmen werden aufgefordert, ihren Bedarf für die kommenden Jahre zu ermitteln. „Wir müssen auch der Wiedereingliederung Priorität einräumen, indem wir uns auf die Ausbildung während des gesamten Berufslebens konzentrieren“, betonte der Richter. Geplant sind finanzielle Hilfen, insbesondere durch eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung des Bundes. Der Staatsrat hat eine Erhöhung des dafür vorgesehenen Betrags in Form eines Pilotprojekts genehmigt. Er wird von 3.500 Franken pro Monat und Anspruchsberechtigten auf 4.300 Franken, also den Mindestlohn, steigen. „Wir hoffen, dass es mehr Erwachsene gibt, die anfangen“, erklärte die Ministerin. Ein weiteres Instrument: Mikrozertifizierungen in Branchen mit Arbeitskräftemangel. So werden Arbeitssuchende derzeit im gerade eröffneten Café Le Spark in Plan-les-Ouates in der Gastronomie ausgebildet.

Delphine Bachmann wird außerdem eine Überarbeitung der Solidararbeitsplätze für Arbeitslose, deren Rechte erloschen sind, oder Menschen, die Sozialhilfe beziehen, einleiten. Das derzeitige System „funktioniert nicht“, so der Staatsrat, der die Rendite auf dem regulären Arbeitsmarkt verbessern möchte. Eine weitere in Sicht befindliche Reform ist die des Gesetzes über Gaststätten, Getränke, Beherbergung und Unterhaltung, die seit 2015 in Kraft ist, aber „nicht mit der Realität übereinstimmt“. Der Wirtschaftschef will unter anderem Verwaltungsabläufe vereinfachen: „Es gibt Herausforderungen, beispielsweise eine Niederlassung einfacher zu eröffnen.“

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