Gaza: Hamas- und israelische Delegationen verlassen Kairo ohne Waffenstillstandsvereinbarung, Vermittlung „geht weiter“

Gaza: Hamas- und israelische Delegationen verlassen Kairo ohne Waffenstillstandsvereinbarung, Vermittlung „geht weiter“
Gaza: Hamas- und israelische Delegationen verlassen Kairo ohne Waffenstillstandsvereinbarung, Vermittlung „geht weiter“
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Kein Deal … noch nicht. Vertreter der palästinensischen Hamas und Israels verließen Kairo „nach zweitägigen Verhandlungen“, um einen Waffenstillstand im andauernden Krieg in Gaza zu erreichen, berichtete Al-Qahera News am Donnerstag.

Die Bemühungen Ägyptens und anderer Vermittlerländer, nämlich Katar und die Vereinigten Staaten, „bringen die Standpunkte beider Seiten weiterhin näher zusammen“, fügte Al-Qahera News unter Berufung auf eine hochrangige ägyptische Quelle hinzu.

Die UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge teilte am Donnerstag mit, dass seit Montag, als Israel den im Osten der Stadt lebenden Palästinensern die Evakuierung anordnete, rund 80.000 Menschen aus Rafah im südlichen Gazastreifen geflohen seien. „Der Preis, den diese Familien zahlen, ist unerträglich“, sagt UNRWA im sozialen Netzwerk X und präzisiert, dass im Gazastreifen „kein Ort sicher ist“.

Neben Katar und Ägypten vermitteln die USA, die seit Monaten versuchen, Israel und die Hamas davon zu überzeugen, einen Waffenstillstand zu schließen, der insbesondere eine Kriegspause und die Freilassung palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen gegen von der Hamas entführte Geiseln ermöglichen soll sein blutiger Angriff im Süden Israels am 7. Oktober. Die am Mittwoch begonnenen indirekten Verhandlungen sollten eine Einigung ermöglichen und den angekündigten Angriff auf Rafah verhindern.

In Washington räumte Präsident Joe Biden in einem Interview mit CNN ein, dass „Zivilisten in Gaza durch“ amerikanische Bomben getötet wurden, und legte erstmals Bedingungen für Militärhilfe für Israel fest. „Wenn sie Rafah betreten, werde ich ihnen nicht die Waffen liefern, die immer (…) gegen Städte eingesetzt wurden“, erklärte er. Israels UN-Botschafter sagte am Donnerstag, diese Drohung sei „schwer zu verstehen und sehr enttäuschend“.

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