Ein Serienvergewaltiger Marabout wird in Frankreich zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt

Ein Serienvergewaltiger Marabout wird in Frankreich zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt
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Die französische Justiz verurteilte am Montag einen malischen Marabout wegen Serienvergewaltigungen, die zwischen 2018 und 2020 in der Region Paris an bescheidenen Frauen aus der westafrikanischen Diaspora begangen wurden, zu 15 Jahren Haft.

Der etwa dreißigjährige Mann wurde zur Höchststrafe verurteilt und der Vergewaltigung von neun Opfern für schuldig befunden. Außerdem wurde er wegen Betrugs an diesen Frauen sowie etwa fünfzehn weiteren Personen für einen Gesamtbetrag von mehreren Zehntausend Euro verurteilt.

„Er erkennt nichts“

Das Gericht folgte den Forderungen des Generalstaatsanwalts, der von „einer sehr gefährlichen Person“ gesprochen hatte. „Er erkennt nichts. Schlimmer noch: Er sagt, er sei Opfer einer Verschwörung, Opfer einer Vergewaltigung“, empörte sich Alice Nicalek in ihrer Anklageschrift.

Der Prozess führte zu einer Prozession an der Bar gebrochener Frauen, alle westafrikanischer Herkunft, in der Regel Haushälterinnen oder Haushälterinnen.

Unter Tränen erzählten sie auf Soninké, Pular, Bambara oder Französisch, wie Ali Sidibé ihren Glauben nutzte, um sie in ein Zimmer in einem heruntergekommenen Hotel in Montreuil, einem Vorort von Paris, zu führen.

Dieser Marabout sollte ihnen helfen

Einige hatten die Dienste des Marabout in Anspruch genommen, um ein krankes Kind oder ein schmerzendes Glied zu heilen. Andere waren auf der Straße vom Marabout angesprochen worden, der behauptete, sie von „Dschinns“ (Geistern) befreien zu können, die ihnen Schaden zufügen wollten. Am Ende wurden sie alle schikaniert, bedroht und terrorisiert.

Eine geschiedene Mutter von sechs Kindern hoffte, dass der Marabout ein Hindernis für ihre Ehe mit dem Mann beseitigen könnte, den sie liebte. Sie wurde auf den Status eines „Spielzeugs“ in den Händen des Angeklagten reduziert, der sie angeblich mehrmals vergewaltigte und ihr 400 Euro pro Monat von ihrem 1.200 Euro Gehalt entzog.

„Wenn ich nicht gehorchte, was er sagte, würde er mich in den Wahnsinn treiben oder meine Kinder verfluchen“, berichtete ein 44-jähriges Dienstmädchen, das am Stand eine Panikattacke hatte.

Gefunden von einem hartnäckigen Ermittler

Während der neun Verhandlungstage blieben die Bänke der Zivilparteien fast immer leer. Die Opfer im Alter zwischen 40 und 60 Jahren kamen heimlich allein, um auszusagen, und gingen ebenso flüchtig wieder.

Die Besonderheit dieses Falles bestand darin, dass die Zivilparteien sich dort fast widerwillig wiederfanden. Ihre Anwesenheit war nur der Hartnäckigkeit eines Polizeibeamten zu verdanken, der sie anhand der Telefonrechnungen des Angeklagten ausfindig machte und es schließlich schaffte, ihre Vertrauenswürdigkeit zu erlangen.

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